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Katholische Pfarrgemeinderäte neu gewählt

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Kaplan Stefan Leitenbacher bei der Stimmabgabe.
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Stimmenauszählung im Pfarrheim St. Andreas. Fotos: Anzeiger/Pfnür

Berchtesgadener Land – Die Katholikinnen und Katholiken der acht Pfarreien im Berchtesgadener Talkessel haben am Wochenende neue Pfarrgemeinderäte gewählt. Die jetzt in der ganzen Erzdiözese München und Freising gewählten Pfarrgemeinderäte sind die von Erzbischof Reinhard Marx anerkannten ehrenamtlichen Laiengremien. Zusammen mit dem Pfarrer und den hauptamtlichen pastoralen Mitarbeitern werden sie in religiösen, sozialen und kulturellen Fragen das Leben der Pfarreien in den kommenden vier Jahren mitgestalten.


Während in den größeren Pfarreien Berchtesgaden und Unterstein je zehn Pfarrgemeinderatsmitglieder gewählt wurden, waren es in Bischofswiesen, Marktschellenberg und Strub acht, in den kleineren Pfarreien Au und Ramsau sechs sowie in Winkl vier. Weitere Mitglieder können satzungsgemäß durch die gewählten Mitglieder und die hauptamtlichen Seelsorger hinzugewählt werden.

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Damit ist gewährleistet, dass alle Ortsteile und Gruppierungen oder auch bestimmte Themen im neuen Pfarrgemeinderat vertreten sein werden. Die Wahlbeteiligung lag durchschnittlich bei 19,4 Prozent (Diözese 16,6 Prozent). Die höchste Wahlbeteiligung erreichten die Pfarreien Ramsau (52,9 Prozent) und Au (47,6 Prozent). In beiden Pfarreien waren ausnahmslos allen Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen zugestellt worden. Mit dieser sogenannten Allgemeinen Briefwahl gelang der Pfarrei Au eine Verfünffachung der Wahlbeteiligung gegenüber der letzten Wahl. Von den insgesamt 60 gewählten Personen sind 34 Frauen (57 Prozent). In vier Pfarreien war das Verhältnis Männer/Frauen genau ausgeglichen, in den übrigen vier Pfarreien schwankte der Frauenanteil zwischen 17 Prozent (Ramsau) und 100 Prozent (Bischofswiesen). 37 der Gewählten gehörten schon einem bisherigen Pfarrgemeinderat an, 23 wurden neu gewählt. Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob, der alle Kandidaten und Helfer von St. Andreas nach Abschluss der Wahl zu einem Sektumtrunk eingeladen hatte, zeigte sich erfreut, »dass die Pfarrgemeinderatswahl eine unerwartete Dynamik entfaltet hat«. In den nächsten Wochen werden die direkt gewählten und die hinzugekommenen Pfarrgemeinderäte in ihren Pfarreien vorgestellt werden und ihre Arbeit aufnehmen. In den Schaukästen und Pfarrbriefen wird über die Ergebnisse der konstituierenden Sitzungen, in denen die Vorstände gewählt, Sachbeauftragte bestellt und Sachbereichsgremien gebildet werden, informiert werden. In den Pfarreien Au, Berchtesgaden, Marktschellenberg sowie Ramsau und Unterstein wird es eine wesentliche Aufgabe der neuen Pfarrgemeinderäte sein, die Errichtung von Pfarrverbänden mit vorzubereiten und zu begleiten. Dazu werden unter anderem Delegierte in Pfarrverbandsräte entsandt werden, ohne jedoch die Selbstständigkeit der Pfarrgemeinden und Pfarrgemeinderäte aufzulösen. Andreas Pfnür