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Kehlsteinlinie fährt ab heute wieder

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Eine Sonderfahrt vor der offiziellen Kehlsteineröffnung gab es gestern für Ehrengäste (v.l.): Markus Rosenberg, betrieblicher Leiter der Dokumentation, TRBK-Chef Stefan Kurz, Vitus Danzl und Josef Leitner vom Staatlichen Hochbauamt, Tourismusdirektor Michael Grießer, Kehlsteinhaus-Betriebsleiter Hans Kogler, Kioskbesitzerin Silvia Fabritius, Peter Renoth vom Forstbetrieb, RVO-Betriebsleiter Andreas Datz, Busfahrer Christian Ebner, Bautechniker Andreas Hinterstoißer und Albert Eglseer von der Stiftungsverwaltung. Foto: Anzeiger/Voss

Berchtesgaden - Die Kehlsteinlinie fährt ab heute Samstag wieder. Auch das Kehlsteinhaus ist ab sofort für Gäste geöffnet. Der Saisonstart erfolgt in diesem Jahr wegen der guten Witterung der letzten Wochen pünktlich zum anvisierten Termin: dem Muttertag. Noch vor der Freigabe für Touristen fand bereits gestern eine Eröffnungsfahrt für Ehrengäste statt. Darunter befanden sich zum Beispiel Tourismusdirektor Michael Grießer, RVO-Niederlassungsleiter Andreas Datz, Kehlsteinhaus-Betriebsleiter Hans Kogler und Vertreter des Staatlichen Bauamtes. Trotz erwarteter Schneefälle auf dem Kehlstein rechnen die Verantwortlichen mit etwa 1 000 Besuchern für das Eröffnungswochenende.


»Im letzten Jahr hatten wir 335 000 Fahrgäste, dieses Niveau konnten wir in den letzten Jahren immer gut halten«, erklärte Grießer. »Für diese Saison haben wir zunächst einmal 320 000 Gäste einkalkuliert. Wenn wir jetzt keine größeren Störungen wie langen Schneefall mehr haben, dann kann man mit Sicherheit mit höheren Besuchszahlen rechnen.« Das Kehlsteinhaus ist einer der größten Anziehungspunkte für Touristen im Berchtesgadener Talkessel. An Spitzentagen starten bis zu 14 Busse abwechselnd am Abfahrtspunkt bei der Dokumentation, das bedeutet rund 3 500 Besucher.

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Für dieses Wochenende erwartet der Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee um die 1 000 Besucher. In den letzten Jahren seien es aber auch schon 2 000 gewesen, weiß Grießer.

Bis zum Saisonstart war die Kehlsteinstraße für Kraftfahrzeuge gesperrt. Ein Grund dafür waren die enormen Schneemassen und die damit verbundenen Räumungsarbeiten. Auch wenn auf der Südseite der Schnee bereits geschmolzen sei, so liege auf der Nordseite des Kehlsteins immer noch bis zu einem Meter, erzählte Michael Grießer. Auch jetzt dürfen bis auf wenige Ausnahmen wie zum Beispiel die Pächter des Kehlsteinhauses, Familie Eder, und die Busse der RVO keine Autos die Bergstrecke passieren. Ein wichtiger Grund hierfür ist die ständige Gefahr durch Steinschlag oder Lawinen, die neben privaten Firmen das Staatliche Hochbauamt im Auge behalten wird.

Vitus Danzl und Josef Leitner fuhren bei der gestrigen Eröffnungsfahrt als Vertreter des Amtes mit auf den Berg. »Wir sind verantwortlich für die Sicherungen, die entlang der Straße aufgebaut sind«, erklärte Danzl. Seiner Meinung nach ist Sicherheit nur gegeben, wenn alle Maßnahmen ineinandergreifen: »Es ist immer wichtig, dass der Dreiklang aus Mitarbeitern, Technik und dem Berg besteht.«

Im Herbst hatte deshalb eine Grundberäumung mit der Firma Keim aus Österreich stattgefunden, bei der ein Steinschlagschutz erneuert worden war. Annabelle Voss