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»Kein Preisanstieg«, verspricht Hotelier Peter Hettegger

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Olympische Winterspiele helfen dem Tourismus im Landkreis nachhaltig, davon ist Stephan Köhl von der BGLT überzeugt. Foto: Anzeiger/Hudelist

Berchtesgaden – Nur rund ein Drittel der Übernachtungen fallen in den Wintermonaten an, »die Olympischen Spiele sind für uns eine Chance für die Jahre danach, den Tourismus über das ganze Jahr zu ziehen«, glaubt Stephan Köhl von der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT). Peter Hettegger vom Hotel Edelweiß ist überzeugt davon, dass die gesamte Region von Winterspielen profitieren würde, »durch den Neubau von Hotels und den Ausbau der Infrastruktur.« Auch Salzburgs Touristiker erwarten sich einen Teil vom Kuchen.


Die Olympischen Winterspiele sind vom 11. bis 27. Februar 2022, die Paralympischen Spiele dann Mitte März 2022. Die Entwicklung der Übernachtungszahlen im Februar ist in den letzten Jahren und heuer durchaus konstant (Februar 2011: 173 000; Februar 2012: 199 000; Februar 2013: 182 000). Doch von den rund 3,5 Millionen Übernachtungen pro Jahr entfallen nur rund 30 Prozent auf die Wintermonate, »daher wollen wir den Winter verstärken, um den Tourismus über das ganze Jahr ziehen zu können«, erklärt Stephan Köhl. Dazu wären die sieben Jahre Vorbereitungszeit bestens geeignet, »und auch nach den Spielen würden wir 10 bis 20 Jahre davon profitieren.«

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Davon ist auch Peter Hettegger vom Hotel »Edelweiß« überzeugt. »Der Werbewert lässt sich zwar nicht auf ein einzelnes Haus herunter brechen, aber es ist eine maximale Werbung für die gesamte Region.« Der Hotelier mit einem 4-Sterne-Superior-Haus in Berchtesgaden hofft nicht nur, dass mit einer Entscheidung für Olympia Bahnstrecke und Bahnhöfe im Landkreis ausgebaut werden, sondern auch neue 4- und 5-Sterne-Hotels entstehen. »Unser Hotel hat eine sehr gute Auslastung, aber einige weitere hochwertige Häuser würden dem Landkreis schon gut tun«, sagt Hettegger. Der Unternehmer gibt am Rande des Tourismustages in Saalbach-Hinterglemm auch eine Garantie ab, dass die Preise in seinem Haus wegen Olympia nicht steigen werden.

Auch das Bundesland Salzburg ist überzeugt, »von den Olympischen Spielen im Berchtesgadener Land massiv zu profitieren«, so der Geschäftsführer der Tourismussparte in der Wirtschaftskammer, Reinhold Hauk. »Im Februar ist in der Stadt ohnehin Saure-Gurken-Zeit, da wären genug Betten für Olympia-Gäste frei.« Auch der Salzburger Flughafen und die Bauindustrie hätten bei einem Zuschlag an das Berchtesgadener Land mit München, Traunstein und Garmisch einen Nutzen, glaubt Hauk. Michael Hudelist