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Kein Spiel für schwache Nerven

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Das gewonnene WM-Endspiel war auch für Gerhard Wembacher die Krönung einer langen Reise. Foto: Archiv Wechslinger

Rio de Janeiro – Die Fußball-Weltmeisterschaft ist mit dem vierten Titelgewinn für die Deutschen zu Ende gegangen. Auch für den gebürtigen Berchtesgadener Gerhard Wembacher, der für den »Berchtesgadener Anzeiger« regelmäßig aus Brasilien berichtete, neigt sich jetzt eine lange Reise ihrem Ende zu.


Gerhard Wembacher, der seit über 40 Jahren in Toronto in Kanada lebt, bereiste das südamerikanische Land auf über 8 000 Autokilometern und mit drei Flügen. Alle sieben Spiele der Deutschen hat er gesehen, hinzu zwei weitere Spiele: das Auftaktspiel Brasilien gegen Kroatien und Italien gegen Uruguay.

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Im Rückblick beurteilt der Berchtesgadener die WM als ein sehr schönes Erlebnis. Auch die viele Fahrerei und die mehr oder weniger kleinen Pannen hat er schnell vergessen, zumal die Deutschen ja jetzt den Titel in der Tasche haben. Zu den großen Überraschungen gehörten zweifelsohne das frühe Ausscheiden der großen europäischen Nationen England, Italien, Portugal und Spanien. »Aber die sogenannten Kleinen werden immer größer und man kann sie nicht mehr überrennen«, schreibt der Fußballfan in seinem letzten WM-Bericht. Lobend äußert er sich darin über die Organisation der Weltmeisterschaft durch die Brasilianer. Wenn es etwas zu bemängeln gebe, dann die Tatsache, dass auf Flughäfen, auch in guten Hotels und an den verschiedenen Infoständen kaum oder gar kein Englisch gesprochen wurde.

Das Endspiel mit dem glücklichen Ausgang für Deutschland war auch für Wembacher nervenaufreibend. Die Zuschauer und Anhänger der »Blauen« hätten zunächst sehr viel Lärm gemacht, seien nach der Niederlage von den Brasilianern aber auch gehänselt worden. So habe es auch einige Ausschreitungen gegeben, beobachtete Wembacher; schon bei den Ehrungen im Stadion und danach auf den Straßen.

Für den Fußballreisenden ist die Mission Südamerika noch nicht ganz beendet, da er jetzt noch nach Buenos Aires ins Land der Unterlegenen reist. Die Reise- und Situationsberichte für den »Berchtesgadener Anzeiger« haben ihm jedenfalls viel Freude bereitet und nun freut er sich auf einen Besuch in Berchtesgaden im September. Christian Wechslinger