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Keine Verletzten – Feuerwehren löschen bis weit nach Mitternacht – Kripo ermittelt

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Um 18 Uhr lief am Donnerstag der Großeinsatz beim Brand des ehemaligen Hotels »Geiger« an. (Foto: Levin Frank)

Bischofswiesen – Der Dachstuhl am Anbau des seit 1997 leer stehenden Hotels »Geiger« in der Stanggaß geriet am Donnerstagabend in Brand. Gegen 18 Uhr wurde ein Großaufgebot der Feuerwehren und des Roten Kreuzes wegen starker Rauchentwicklung alarmiert, die sich vor Ort als Dachstuhlbrand entpuppte. Wie es zu dem Feuer kam, weiß die Berchtesgadener Polizei derzeit noch nicht. Verletzt wurde niemand.


Gegen 18 Uhr hatte ein Verkehrsteilnehmer mitgeteilt, dass aus dem Dachstuhl eines Gebäudes des ehemaligen Hotelkomplexes »Geiger« Flammen schlagen würden. Der Anbau ist ein reiner Bettenbau mit Gästezimmern, wobei eine Zwischendecke im Dach brannte und das Feuer immer wieder aufloderte. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Bischofswiesen, Berchtesgaden, Marktschellenberg, Schönau, Königssee, Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall waren im Einsatz, wobei sie den Brand gegen 22 Uhr mit Wasser und Schaum unter Kontrolle brachten.

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Da in direkter Nähe nur wenig Löschwasser zur Verfügung steht, rückten die umliegenden Wehren überwiegend mit wasserführenden Fahrzeugen an; das Löschwasser wurde auch über sehr lange Schlauchstrecken beispielsweise aus der Ache am Gmundberg heran gepumpt, wobei es zu Straßensperren im direkten Umfeld kam.

Das Rote Kreuz sicherte den Feuerwehr-Einsatz sanitätsdienstlich ab, wobei die ehrenamtlichen Schnell-Einsatz-Gruppen Transport aus Bad Reichenhall und Berchtesgaden, die SEG Information und Kommunikation mit ihrem Einsatzleitfahrzeug und der Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort sind. Der Betreuungsdienst des Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes kümmerten sich um die Verpflegung der vielen Feuerwehrleute.

Gegen Mitternacht wurde damit begonnen, Feuerwehrmänner mithilfe eines Krans auf das Gebäudedach zu bringen, wo man dann versuchte, durch das Öffnen der Dachdecke besser an die Glutnester zu kommen. Als die Akutsituation vorüber war und die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle hatte, wurden gegen 0.30 Uhr die ersten Kräfte nach Hause geschickt. Beamte der Berchtesgadener Polizei waren zu Beginn vor Ort; die weiteren Ermittlungen übernahm dann die Kripo Traunstein, da vorsätzliche Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden kann. Die Höhe des Sachschadens kann momentan noch nicht beziffert werden. fb