weather-image

Klaus Gerlach und das Ehrenamt

2.3
2.3
Bildtext einblenden
Jörg Raab, Geschäftsführer beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge München (l.), freute sich für Klaus Gerlach und dessen Auszeichnung mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. Foto: Anzeiger/Bittner

Bad Reichenhall – Klaus Gerlach und das Ehrenamt, das gehört zusammen. Der vielseitig interessierte und engagierte Schönauer bekleidet zahlreiche Ämter und setzt sich für die Umwelt, die Gebirgsjägerkameradschaft, verschiedene Projekte in den ärmsten Gegenden dieses Erdballs, für die Kriegsgräberfürsorge und die Kirchengemeinde ein. Nun erhielt der 70-Jährige, der seit mittlerweile 50 Jahren auch kommunalpolitisch für die SPD im Landkreis aktiv ist, das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten, überreicht von Landrat Georg Grabner.


Gerlach ist seit August 1992 Mitglied der Gebirgsjägerkameradschaft 232 in Berchtesgaden. Von 1996 bis 2004 bekleidete er das Amt des Beisitzers und war bis 2010 für die Pressearbeit zuständig, ehe er zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Ihm oblag bis vor Kurzem die Führung des Vereins und die Pflege der Verbindung zu anderen Vereinen sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

Anzeige

Ein Schwerpunkt Gerlachs liegt bei der Organisation von Sammelaktionen und Spendenaufrufen. Es gehört zur Tradition der Gebirgsjäger, neben ihrem militärischen Auftrag zu versuchen, Not und Elend der Bevölkerung im Einsatzland zu lindern. Vor jedem Auslandseinsatz erfolgte durch Klaus Gerlach ein Spendenaufruf an die Mitglieder der Gebirgsjägerkameradschaft. 2010 kamen beispielsweise 3 850 Euro für Schulmöbel einer Grundschule in Afghanistan zusammen. Für die verschiedensten Projekte in Sarajevo, Bosnien oder Afghanistan konnten rund 7 000 Euro gesammelt werden. Auch für die Knochenmarkspende eines erkrankten Soldaten.

Für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge München organisierte Klaus Gerlach zwischen 1998 und 2006 jährliche Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag an der Kriegsgräberstätte in Schönau am Königssee. Im Jahr 2000 übernahm er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisverbandes. Er ist Ansprechpartner in allen Fragen der Kriegsgräberfürsorge. Gemeinsam mit der Bezirksgeschäftsstelle organisiert er Dankempfänge aus Anlass der Herbstsammlung und der Gedenkkerzen-Aktion »Lichter für den Frieden«.

Seit 1997 ist Gerlach in der Kirchengemeinde Berchtesgaden ehrenamtlich tätig und war zwei Jahre darauf Mitbegründer und danach viele Jahre 1. Vorsitzender des Kirchenvereins Bischofswiesen. 2000 wurde er auch in den Kirchenvorstand der evangelischen Gemeinde Bischofswiesen berufen und 2006 in seinem Amt bestätigt. Er setzte sich als Umweltbeauftragter für die umweltgerechte Sanierung der Kirchen- und Gemeindegebäude sowie die Förderung ökologischer Projekte ein. Als Bauausschussmitglied war Gerlach maßgeblich an der Renovierung der Christuskirche beteiligt. 2000 kam es zur Anschaffung dreier Kirchenglocken aus Spendengeldern in Höhe von rund 90 000 DM, die Schöpfungskirche war bis dahin ohne Glocken.

Das monatliche »Gespräch am Freitagabend« initiierte Klaus Gerlach mit, um aktuelle Themen aus dem christlichen Blickwinkel zu beleuchten. Hans-Joachim Bittner