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Klettern, tüfteln und weiterbilden

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Der moderne Neubau beinhaltet nicht nur Seminar- und Konferenzräume, sondern auch eine 100 Quadratmeter große und zehn Meter hohe Halle für hochseilgartenähnliche Aktionen. Fotos: Anzeiger/Thoma-Bregar
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Clemens Wagner mit seiner Frau Maria (r.) und Schwester Irene Wagner (l.), deren Unternehmen psm protech sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schulungszentrum befindet.
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IFAK-Geschäftsführer Clemens Wagner begrüßte seine Gäste aus der Höhe.

Marktschellenberg - In Marktschellenberg wurde am Freitag das neue Schulungszentrum der Internationalen Führungsakademie Berchtesgadener Land (IFAK-BGL) eröffnet. Neben klassischen Managementseminaren sollen unter anderem auch Feinmechanikweiterbildung und Lehrlingsschulungen angeboten werden.


Er werde nie wieder über den Berliner Flughafen lästern, scherzte Clemens Wagner aus einigen Metern Höhe auf seine Gäste herab. Noch in der Früh hätte er es nämlich nicht für möglich gehalten, dass zur Einweihung des neuen Schulungszentrums am Nachmittag alle Arbeiten am und im Gebäude soweit abgeschlossen seien. Für seine Eröffnungsansprache kletterte der Geschäftsleiter der IFAK-BGL mutig auf ein sogenanntes »Adrenalin-Thermometer«, wie es bei verschiedenen Teamworkshops und -seminaren Anwendung findet. Dabei wird ein hoher Holzpfahl von der Gruppe gehalten und ausbalanciert, während ein Teilnehmer - gesichert über Klettergurt und Seile - Meter für Meter emporsteigt. »In unserem Schulungszentrum geht es um Menschen und ums Miteinander. Wir wollen nicht nur Seminare für den Verstand, sondern auch fürs Herz und das Gefühl anbieten«, erklärte Clemens Wagner, der die Führungsakademie gemeinsam mit Geschäftspartner Bernd Heesen leitet.

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Dort, wo vor einem Jahr noch grüne Wiese war, ist in den vergangenen Monaten ein modernes Gebäude entstanden, untergliedert in drei Baukörper unterschiedlicher Höhe. »Das Haus gab zu wildesten Spekulationen Anlass, viele meinten, hier würde eine Seilbahn auf den Untersberg entstehen«, erinnerte sich Wagner. Dabei ist die vermeintliche Seilbahnstation ein Schulungszentrum, in dem zwei unterschiedlich große Seminarräume Platz für etwa 40 Personen bieten. Außerdem gibt es eine Cafeteria, Büroräume sowie ein Gästeappartement.

Herzstück des Betonbaus ist eine mehr als 100 Quadratmeter große Multifunktionshalle, die als Vortragsraum für etwa 90 Personen bestuhlt werden kann und aufgrund ihrer Höhe von knapp zehn Metern auch hochseilgartenähnliche Übungen zulässt. Zusätzlich weist die Halle eine Bodenfestigkeit auf, die Maschinenschulungen für Feinmechanik möglich macht. Das weitläufige Außenareal kann ebenfalls für Kurse und Veranstaltungen genutzt werden.

Dementsprechend umfangreich soll künftig das Angebot an Schulungen sein, sagte Clemens Wagner. Neben klassischen Management- und Führungsseminaren stehen Programme für Feinmechanikweiterbildungen sowie Lehrlingsschulungen, Coaching und Teamevents auf dem Programm. Außerdem können alle Räume sowie das komplette Gelände von externen Anbietern oder Firmen gemietet werden.

Bei der unterhaltsamen Eröffnungsfeier verschafften sich die zahlreichen Gäste aus Politik und von Verbänden, aus Tourismus, Wirtschaft und der Nachbarschaft einen Eindruck von der Anlage. Unter ihnen waren auch der Landtagsabgeordnete Roland Richter sowie Landrat Georg Grabner. Der stellte in seiner Rede die Bedeutung der schulischen und beruflichen Bildung in der Region heraus. Beides habe einen großen Stellenwert und je größer die Möglichkeiten seien, desto besser sei es für den Landkreis. »Dieses neue Gebäude bereichert unsere Bildungslandschaft und bedient eine breite Palette, vom Lehrling bis zur Führungskraft.« Kathrin Thoma-Bregar