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Könnte »Cäsar« noch leben?

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Kater »Cäsar« lebt nicht mehr, er wurde überfahren. Hätte das Tier noch gerettet werden können, wenn sich der Unfallfahrer um es gekümmert hätte? (Foto: privat)

Bischofswiesen – Könnte Cäsar noch leben? Hätte der Kater, nachdem er kürzlich auf der Böcklweiherstraße in Bischofswiesen überfahren worden war, durch eine Behandlung beim Tierarzt noch gerettet werden können? Seine Besitzerin weiß es nicht, doch sie ist enttäuscht, weil sich der Unfallverursacher nicht um das Tier gekümmert hat. Der Kritik schließt sich der Vorsitzende des Tierschutzvereins Berchtesgaden, Axel Decker-Spychala, an und appelliert an die Autofahrer: »Wer eine Katze überfährt, der sollte so viel Pflichtbewusstsein haben, sich davon zu überzeugen, ob dem Tier noch geholfen werden kann.«


Kater »Cäsar« ist abends in der Böcklweiherstraße überfahren worden. Weit ist das Tier nicht mehr gekommen, weil es hinter dem Haus der Besitzerin aufgrund eines Zwerchfellrisses jämmerlich erstickt ist. »Nach Aussage des Tierarztes muss es ganz schön gekracht haben, also muss man es doch gemerkt haben«, sagt die Besitzerin und kritisiert: »Man kann doch von einem erwachsenen Menschen erwarten, dass er so viel Herz und Verstand besitzt, nach einem angefahrenen Tier zu sehen. Vielleicht hätte man Cäsar noch helfen können.«

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Auch der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Axel Decker-Spychala, weiß, dass angefahrene Tiere oft achtlos auf der Straße liegen gelassen werden. Ihn erreichen immer wieder Nachrichten von Personen, die mitteilen, dass sie ein überfahrenes Tier gefunden hätten, das sie von der Straße geräumt haben.

Axel Decker-Spychala: »Es ist natürlich kein schönes Erlebnis, ein Tier zu überfahren. Es ist auch verständlich, dass manch einer von diesem Erlebnis geschockt ist. Es sollte aber dennoch jeder so viel Pflichtbewusstsein besitzen, sich nach einem Unfall davon zu überzeugen, ob dem Tier noch geholfen werden kann.« cw/UK