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Kommt eine Tonnage-Beschränkung am Thumsee?

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Der Reichenhaller Oberbürgermeister Dr. Lackner (l.) übergibt dem Behördenleiter des Straßenbauamts Christian Rehm eine Aufnahme vom Thumsee zur Verwendung im Traunsteiner Amtsgebäude. Rechts auf dem Bild ist Ulrich Scheuerl, der Sprecher der Karlsteiner Verkehrsinitiative. (Foto: privat)

Bad Reichenhall – Für eine Tonnagebeschränkung am Thumsee sieht es derzeit schlecht aus. Die Entscheidung liegt bei der Höheren Verkehrsbehörde der Regierung von Oberbayern und entschieden wird nach rechtlichen Kriterien. Ob der Lkw-Transitverkehr auf der St 2101 auf 7,5 Tonnen beschränkt wird, wird also in München und nicht in Traunstein beschlossen, so Christian Rehm.


Der Leiter der Traunsteiner Straßenbehörde, der sich auf Einladung des Oberbürgermeisters mit Vertretern der Karlsteiner Ver-kehrsinitiative besprach, ließ nicht unerwähnt, dass die Stadt Bad Reichenhall schon eine sehr gute Begründung für eine positive Entscheidung in München vorbringen müsse.

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Für die Karlsteiner Initiative brachten die Vertreter Ulrich Scheuerl und der Dritter Bürgermeister, Hans Hartmann, die Anliegen vor. Neben der Tonnagebeschränkung waren das unter anderem die Navi-Problematik, Lärmschutz durch Straßenbegleitgrün und die Geschwindigkeitsüberwachung.

Hans Schubert erkundigte sich speziell nach der Möglichkeit, die geschlossene Ortschaft Karlstein-Kirchberg zu erweitern. Durchgehend von der Kretabrücke bis zum Moserwirt sollte die St 2101 als geschlossene Ortschaft gelten. Dies würde den Verkehr langsamer und sicherer machen. Zur Begründung verwies er auf die einseitige Bebauung, die eine Umwandlung in eine geschlossene Ortschaft ermöglicht und die unfallträchtigen Aus- und Einfahrten entlang der Strecke. Dazu erklärte der zuständige Abteilungsleiter der Traunsteiner Behörde, Martin Bambach, dies könne die Stadt nach gesetzlichen Vorgaben entscheiden und sieht aus seiner Sicht dagegen keine Bedenken.

Auch für die weiteren Punkte der Karlsteiner Vertreter gab es von Christian Rehm eher Zustimmung und den Hinweis, manches könne von der Stadt in ihrem Aufgabenbereich als untere Verkehrsbehörde geregelt werden. So auch hinsichtlich der Geschwindigkeitsüberwachung. Stationäre Blitzgeräte werde es zwar nicht geben, weil Bayern erst in der Probephase sei, aber dies würde er der kommunalen Verkehrsüberwachung übertragen und dadurch intensivieren.

Der Oberbürgermeister von Bad Reichenhall, Dr. Herbert Lackner, äußerte sich nach dem Gespräch zufrieden über einige Möglichkeiten, um für die Stadt und für den Ort Karlstein etwas erreichen zu können. fb