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Kongresshaus-Umbau: Das erste Etappenziel ist erreicht

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Kongresshausleiter Josef Wenig ist zufrieden: »Der Saal ist so weit fertig.« Die Elemente, die früher grün waren, sind jetzt weiß. Alles in allem wirkt der Raum jetzt heller und moderner. Fotos: Anzeiger/Schwaiger
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50 bis 60 Arbeiter sind Tag für Tag auf der Kongresshaus-Baustelle beschäftigt. Andreas Irlinger ist gerade damit beschäftigt, Tische zusammenzuschrauben.

Berchtesgaden – Der Umbau des Kongresshauses läuft auf Hochtouren, am Samstag wird ein erstes Etappenziel erreicht sein: Mit dem Auftritt von Kabarettistin Martina Schwarzmann wird das erste Mal seit dem Beginn der Sanierung Ende Mai wieder eine Veranstaltung im Großen Saal stattfinden können. Die grüne Farbe ist verschwunden, der Raum präsentiert sich jetzt im neuen, weißen Gewand.


»Der Saal ist so weit fertig«, sagt Kongresshausleiter Josef Wenig nicht ohne Stolz. Freilich, ein paar kleine Restarbeiten wie die Reinigung stehen noch an, aber im Prinzip ist das meiste so, wie es künftig sein soll. Die grünen Decken- und Seitenelemente wurden umgestrichen oder ersetzt, der Parkettboden abgeschliffen und neu eingelassen. Feuermeldeanlage und Notbeleuchtung des Saals sind erneuert. Die neuen Tische mit weißer Platte sind bereits geliefert.

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Nur die Polster der Stühle werden am Samstag, wenn Martina Schwarzmann auf die Bühne treten wird, noch grün sein. »Die ersten 400 sind bereits in der Polsterei, aber bis dahin nicht zurück«, erklärt Wenig. Alles in allem ist aber schon jetzt gut erkennbar, dass der »neue« große Saal viel heller und moderner sein wird. Und auch die Toilettenräume haben bereits ein neues, zeitgemäßes Gesicht bekommen: mit grauen Fliesen, schwarzen Waschbecken und dunkelrot gestrichenen Klotüren.

Es wird gefliest, geweißelt und installiert

Noch ein wenig »Rohbau-Charme« herrscht dagegen im Foyer. Da wird fleißig gefliest, geweißelt und installiert. Brandschutz und Beleuchtung, alles wird generalüberholt. Weil neue Fliesen den alten Teppich ersetzen, ziehen die Bauarbeiter Schallschutzdecken ein. »Rund 50 bis 60 Arbeiter sind Tag für Tag auf der Baustelle beschäftigt«, erklärt der Kongresshausleiter. Gerade in der jüngsten Zeit hatten sie abends immer »open end«, wie es Josef Wenig formuliert, und auch am Wochenende wurde gewerkelt. »Jetzt bin ich guter Dinge, dass wir es bis Samstag schaffen«, zeigt sich der Kongresshausleiter zuversichtlich. Eine sportliche Aufgabe bleibt es allemal.

Das Kongresshaus hatte Martina Schwarzmann schon vor zwei Jahren für den inzwischen lange ausverkauften Kabarettabend gebucht; damals hatte es noch gar keinen Zeitplan für den Umbau gegeben. Doch an die Veranstaltung am Samstag schließen sich gleich weitere an, in der nächsten Woche hat die Bundesvereinigung Deutschen Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen seine Jahrestagung im Kongresshaus; 500 Leute kommen zu der dreitägigen Veranstaltung.

Provisorische Rigipswand

Bis zum Ende der ersten Bauphase im Dezember wird an einigen Stellen improvisiert werden müssen. So teilt jetzt etwa eine Rigipswand das Foyer, die später wieder wegkommen wird. Doch die provisorische Trennwand macht es möglich, dass nicht alles auf einmal fertig sein muss. Hinter ihr verbergen sich das restliche Foyer, vor allem aber der Neubau, in dem künftig der neue Kleine Saal mit Platz für rund 200 Personen, die Catering-Küche und drei Konferenzräume untergebracht sein werden.

Josef Wenig ist zufrieden, wie bisher alles gelaufen ist. Größere Probleme, die den Zeitplan durcheinandergewirbelt hätten, gab es nicht. »Alles ist gut gelaufen.« Das sei vor allem auch das Verdienst der vielen, überwiegend heimischen Bauunternehmen, die an der Sanierung beteiligt sind. »Hut ab«, lobt der Kongresshausleiter deren bisherige Leistung. Er glaubt fest daran, dass sich der erste Bauabschnitt planmäßig im Dezember beenden lässt.

In einem zweiten und dritten Bauabschnitt wird dann die Sanierung der restlichen Gebäudeteile anstehen. Das 40 Jahre alte Kongresshaus soll sowohl von innen, als auch von außen ein neues Gesicht bekommen. Die Neukonzeptionierung lässt sich die Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee rund 6,5 Millionen Euro kosten; vom Freistaat ist mit einem Zuschuss von 2,7 Millionen Euro zu rechnen. Sandra Schwaiger

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