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Konzepte für Königssee und Unterstein

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Sollen im Rahmen des Städtebauförderprogramms umgestaltet werden: das Schönauer Rathaus und der dazugehörige Parkplatz. (Foto: Wechslinger)

Schönau am Königssee – Auch die Gemeinde Schönau am Königssee beteiligt sich am Städtebauförderprogramm »Kleinere Städte und Gemeinden« (siehe auch Seite 6). Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend einstimmig beschlossen. An dem Programm von Bund, Land und Kommunen beteiligen sich alle fünf Talkesselgemeinden. Die Idee an der Teilnahme kam aus Bischofswiesen. Für eingereichte Projekte winkt eine Finanzierungsbeihilfe von 60 Prozent.


Die Gemeinde Schönau am Königssee setzt dabei zwei Schwerpunkte: Unterstein und den Bereich um den Königssee. Im Fokus der Projekte in Unterstein steht das Rathaus und der dazugehörige Parkplatz. So soll das Rathaus barrierefrei und der Parkplatz umgestaltet werden. »Wir müssen den demografischen Wandel berücksichtigen«, betonte Bürgermeister Hannes Rasp (CSU). So soll in das Rathaus unter anderem ein Aufzug eingebaut werden. Auch ein Trauungszimmer ist geplant. Außerdem ist eine Erweiterung des Kindergartens angedacht.

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Forcieren möchte das Gemeindeoberhaupt auch die Ansiedlung von Geschäften im Ortskern. Vor allem das seit einiger Zeit leer stehende Kurmittelhaus solle einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Die touristische Weiterentwicklung des Königssees steht ebenfalls auf dem Programm. Vor allem die Erweiterung des Hotelangebots sei ein zentrales Anliegen. Ebenso wie ein verbessertes ÖPNV-Konzept. Von der Idee, mehr Zugänge zum Königssee zu schaffen, hält Hannes Rasp allerdings nichts. Von einem neuen Anlieferungskonzept für die dortigen Betriebe allerdings schon. Johann Hölzl (FW) regte erneut an, sich Gedanken darüber zu machen, die Anlieferung nicht mehr über die Fußgängerzone laufen zu lassen. Rasp erwähnte hierbei die hohen Planungskosten und will deshalb noch abwarten.

Franz Grassl (CSU) regte an, einen Pavillon am Königssee und eine Promenade zwischen Seelände und Kunsteisbahn in die Projektliste aufzunehmen. Michael Lochner (FW) beklagte, dass es in der Gemeinde keine offenen Badekuren mehr gibt. Deshalb sei es dringend nötig, einen neuen Betreiber für das Kurmittelhaus zu finden. Auch die Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) solle sich in dieser Sache engagieren. »Das ist allemal besser als der Salzalpensteig, bei dem an jedem zweiten Baum ein blödes Schild angebracht ist«, so Lochner. Bürgermeister Hannes Rasp erklärte, er habe bereits mehrmals versucht, einen Betreiber für das Kurmittelhaus zu vermitteln. »Aber derzeit gibt es keine Interessenten«, so der Bürgermeister. Ein detaillierter Bericht über die Pläne zum Städtebauförderprogramm von Schönau am Königssee folgt. Christian Fischer