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Kräftige Pflänzchen

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Wenn die ersten Blümchen blühen, ist der Frühling nicht mehr weit. (Foto: Alexander Stocker)

Berchtesgaden – Nach dem Frost der vergangenen Woche steht im Talkessel der Frühling vor der Tür. Die Sonne wird kräftiger, der Schnee beginnt zu schmelzen und endlich sprießen auch die ersten Blumen. Doris Huber vom Nationalpark Berchtesgaden hat ein paar kurze Fragen zu Frühlingsblumen beantwortet.


An welchen Faktoren orientieren sich die Blumen, wenn sie sprießen?

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Doris Huber: Da spielen verschiedene Umweltfaktoren zusammen. Die Wärme ist natürlich ein Faktor. Wichtig sind aber auch Helligkeit, Tageslänge oder Bodenfeuchtigkeit, damit die Blumen ihre Entwicklung starten.

Im Talkessel gab es vor kurzem noch heftigen Frost, nun haben wir plötzlich frühlingshafte Temperaturen. Wirkt sich das auf die Blumen aus?

Huber: Die Extreme sind für die Pflanzen auf jeden Fall schwierig.

Brauchen Frühlingsblumen den Frost, damit sie im Frühling austreiben?

Huber: Für viele ist die Winterruhe wichtig. Bei den alpinen Arten gibt es sogenannte »Wintersteher«, bei denen der Frost das Austreiben der Samen im frühen Sommer ermöglich.

Welche Blumen sind besonders widerstandsfähig?

Huber: Die Gänseheide ist beispielsweise sehr frostresistent. Sie kommt über 2 000 Meter Seehöhe vor – dort liegt fast nie Schnee, weil er ständig vom Wind verweht wird. Also können die Pflanzen auch nicht auf seine isolierende Wirkung zurückgreifen.

Welche Frühlingsblumen sprießen hier zuerst?

Huber: Buschröschen, Leberblümchen oder die Hohe Primel sind beispielsweise typische Frühlingsblüher.

Wie kommt es, dass die Blumen so rasch aufblühen können, sobald es wärmer wird?

Huber: Frühlingsblüher haben Zwiebeln und so sind die Nährstoffe bei optimalen Bedingungen an den Wurzeln direkt verfügbar.

Welche ist Ihre Lieblingsfrühlingsblume?

Huber: Wahrscheinlich das Alpenglöckchen. Es kommt in höheren Lagen vor und wenn der Schnee zu schmelzen beginnt, nützt es die Wärme sofort. Es kann auch durch die Schneedecke dringen. ra