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Kräuterbuschen zu Ehren der Heiligen Maria

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In Bischofswiesen band der Arbeitskreis »Kunterbunt durch‘s Jahr« vom Pfarrgemeinderat Bischofswiesen die Kräuterbuschen. Einige Gläubige brachten ihre selbstgebundenen Buschen mit in die Kirche. Foto: Anzeiger/Wechslinger
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Der Katholische Frauenbund Berchtesgaden band ungefähr 365 Kräutersträuße und verkaufte sie gestern vor den Gottesdiensten für einen guten Zweck. Foto: Anzeiger/Pfnür

Bischofswiesen – Im Mittelpunkt des Kirchenfestes Mariä Himmelfahrt stand gestern die traditionelle Kräuterweihe, die zu den volkstümlichen Bräuchen der römisch-katholischen Kirche zählt. Auch in allen fünf Talkessel-Gemeinden feierten zahlreiche Gläubige die Kräuterweihe.


Der Brauch geht in das neunte Jahrhundert zurück. Beim Hochfest Mariä Himmelfahrt werden Kräuter zu einem Strauß gebunden, gesegnet und nach der Messe an die Kirchgänger verteilt. Je nach Region bestehen die Kräuterbuschen aus sieben bis zu 99 Kräutern.

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Die bekanntesten heimischen Kräuter sind unter anderen der Alant, Baldrian, Beifuß, Eisenkraut, Fenchel, Johanniskraut, Kamille, Königskerze, Ringelblumen, Schafgarbe, Thymian und Getreideähren.

Ein Tee aus den geweihten Kräutern soll besonders heilsam sein, die einzelnen Kräuter haben auch Heilwirkung gegen die verschiedensten Krankheiten. Auch krankem Vieh werden oft geweihte Kräuter ins Futter gemischt. Aufgehängte Kräuterbuschen sollen zudem Mensch, Vieh und Haus vor Unglück beschützen. Christian Wechslinger