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»Kraut und Rüben« im »Kempinski«

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In der »Berchtesgaden Suite« sind es vor allem Details wie Leder-Accessoires, die den Gast erfreuen sollen.
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Alles neu auf dem Obersalzberg: Das Fünf-Sterne-Hotel läuft nun unter »Kempinski«. (Fotos: Pfeiffer)
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Der neue Hotelmanager Werner Müller.

Berchtesgaden – Das ehemalige »Intercontinental Berchtesgaden Resort« hat am Wochenende unter neuer Führung und mit neuem Namen wiedereröffnet: Nach mehrwöchiger Renovierung soll das »Kempinski Hotel Berchtesgaden« ein »alpines Lifestyle-Resort« für den gehobenen Anspruch sein. »Jeder Berchtesgadener ist bei uns gern gesehen«, sagt der neue Hotelmanager Werner Müller, der in Zukunft »die Region noch stärker mit ins Boot holen möchte« – auch in kulinarischer Hinsicht.


Der erste Eindruck zählt bekanntlich: Im neuen »Kempinski«-Haus hat man in den vergangenen Wochen viel dafür getan, um das mittlerweile zehn Jahre alte Hotel hübsch dastehen zu lassen: Vor allem Details sind es, die auffallen sollen und den gewissen Unterschied ausmachen. »Wir haben in der Lobby 500 Quadratmeter Eichenboden verlegen lassen, haben die Rezeption neu gestaltet, Dekoartikel, Lampen und Vorhänge erneuert«, sagt Werner Müller. Im Detail sieht das so aus: Sieben Meter hohe Natursteinwände aus Stainzer Gneis zieren den Bereich, riesige Lampenschirme sind der Blickfang, gleich beim Eingang hängt eine moderne Hirschgeweihleuchte.

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Die Kempinski-Philosophie wurde in die Zimmer gebracht, dort möchte man die Gäste, die bereit sind, für eine Übernachtung bis zu vierstellige Beträge auszugeben, mit kleinen Details überzeugen. Ein obligatorisches Blümchen, Leder-Accessoires, so manches Mobiliar wurde ausgetauscht. Für Wohlfühlambiente sollen neue Kissen, eine reichhaltig gefüllte Minibar und Turn-Down-Service sorgen. Vom Kleiderbügel bis zum Kleidersack kommt alles im Kempinski-Stil daher.

Mit der Hotelübernahme ist ab sofort auch das neue Spa-Konzept gestartet. In mehreren Behandlungsräumen werden auf die vier Jahreszeiten zugeschnittene Anwendungen angeboten. Speziell für das »Kempinski Hotel Berchtesgaden« haben sich die Spa-Mitarbeiter eine Salzsteinmassage ausgedacht – der regionale Bezug ist Hotelmanager Werner Müller besonders wichtig. Auch in kulinarischer Hinsicht: So sollen Forellen und Saiblinge aus hiesiger Fischzucht stammen, das Brot kommt vom Berchtesgadener Bäcker, das Fleisch aus einer heimischen Metzgerei, aus dem hauseigenen Garten stammen die Kräuter.

Neu ist der Name des ehemaligen als »360 Grad« bekannten Restaurants: »Johann Grill« heißt dieses nun. Der Name ist an den gebürtigen Ramsauer angelehnt, besser bekannt als Kederbacher, der als Erstbesteiger der Watzmann-Ostwand gilt und lange Zeit Wirt des Watzmannhauses war. Im neuen Restaurant soll Fleisch aus der Region eine große Rolle spielen: Eine neu eingeführte Grill- und Steakkarte bietet eine reichhaltige Auswahl. Gäste können sich bei einem ausgedehnten Langschläfer-Alpenfrühstück den Magen vollschlagen, den Brunch von einst gibt es hingegen nicht mehr. Und auch Uli Heimann, der Sternekoch, ist weiterhin mit im Boot. »Mit Uli haben wir Großes vor«, verspricht Werner Müller. So soll es etwa das erste rein vegetarische Mehrgänge-Menü aus der Sterneküche im »Le Ciel« geben. Der passende Name: »Kraut und Rüben«. Alles gleich bleibt hingegen im »Bergstüberl«. Schmankerl wie Wurstsalat und Weißwürste sollen »alpenländischen Charme« vermitteln. »Dazu gibt's frisch gezapftes Bier«, freut sich Müller.

Am Donnerstag findet das Grand Opening für geladene Gäste statt. Kilian Pfeiffer