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Lärmschutz in drei Schichten

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Eine absorbierende Lärmschutzwand aus drei Schichten entsteht zurzeit zwischen Königsseer Straße und Wemholzsiedlung. (Foto: Kastner)

Berchtesgaden – 230 Meter lang, drei Meter hoch und ein Meter dick: Eine massive Lärmschutzwand oberhalb der Königsseer Straße soll künftig den Bewohnern der Wemholzsiedlung zu mehr Ruhe verhelfen. In vier Wochen will man fertig sein.


»Die Gemeinde ist hier unterhaltspflichtig«, erklärt Marktbaumeister Peter Hasenknopf den Grund für das aufwendige Bauprojekt. Bereits im Herbst letzten Jahres hatte man damit begonnen, die alte marode Holzwand, die mit dem Bau der ersten Wohnhäuser errichtet worden war, abzureißen. Gleich im Frühjahr ging es dann mit den Fundamentierungsarbeiten weiter. »Hier war eine Bodenverbesserung mit Einsatz von Kalk und Zement notwendig«, erklärt Hasenknopf, denn die neue Lärmschutzwand hat ein stattliches Gewicht.

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Eine Salzburger Baufirma ist derzeit mit der Errichtung der neuen Lärmschutzwand befasst. Sie besteht aus drei Schichten, die von Drahtkörben gehalten werden. Die äußerste Schicht bildet Vulkangestein. Das soll dafür sorgen, dass der Lärm nicht reflektiert, sondern absorbiert wird. In der Mitte ist in Kunststofffolien eine Sandschicht eingelagert und die innere Schicht besteht aus Kalksteinen. »Die Drahtkörbe sollen eine Haltbarkeit von mindestens 80 Jahren haben«, sagt Marktbaumeister Hasenknopf.

Rund vier Wochen werden noch vergehen, bis die Lärmschutzwand das südliche Ende der Wemholzsiedlung erreicht hat. Dann werden rund 300 000 Euro verbaut sein. UK