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Land unter im Familienbad?

3.5
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Berchtesgaden - Wie steht es um die Watzmann Therme wirklich? Die Ortsgruppe der Grünen fordert mehr Transparenz von den Verantwortlichen (siehe links). Der Vorsitzende der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK), Stefan Kurz, gibt zu, dass die Situation nicht gut sei. Auf Anfrage der Heimatzeitung bestätigte er auch, dass die Pachtzahlungen der Watzmann Therme im vergangenen Jahr nicht in voller Höhe flossen. Dadurch falle das Jahresergebnis der TRBK schlechter aus als erwartet.


Hiobsbotschaften aus der Watzmann Therme: »Die Besucherzahlen sind nicht mehr so hoch wie früher.« Kurz sagt, dass das im Wesentlichen mit der Rupertus Therme in Bad Reichenhall zusammenhänge. Die dortige Therme sei ein Erfolg, vor allem, nachdem im vergangenen Jahr das Familienbad eröffnet wurde. Wie sich das in Zahlen auf die Watzmann Therme auswirkt, kann Kurz nicht sagen. Die Aussage dazu müsse vom Geschäftsführer kommen, der aber momentan nicht erreichbar ist. Im Übrigen, so Kurz, benötige man noch einige Zeit, bis die Zahlen für 2012 feststünden.

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Die Pachtzahlungen der Watzmann Therme konnten im letzten Jahr nicht so erbracht werden, wie erwartet. »Es gab eine außerplanmäßige Aussetzung von Pachtzahlungen«, so Kurz. Er zeigt sich aber zuversichtlich, dass sich die Situation wieder verbessern werde und das Risiko, das vom Verband getragen wird, nicht hoch ausfällt. Denn die TRBK stehe gut da. 2010 lag der Gewinn bei 226 000 Euro, 2011 bei 211 000 Euro. »Gäbe es nicht die Schwierigkeiten mit den Zahlungen der Watzmann Therme läge der Gewinn für 2012 bei 197 000 Euro«, sagt Kurz. Wie das Ergebnis nun ausfällt, dazu möchte sich Kurz nicht äußern. Er geht aber davon aus, dass keine Verluste entstehen werden.

Eine Schließung der Watzmann Therme kommt für TRBK-Chef Stefan Kurz nicht infrage. Dazu gebe es keinen Grund. Sicher ist er sich aber auch, dass es utopisch sei, diese von einem privaten Betreiber führen zu lassen. kp