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Landkreis zahlt für Rasenspielfeld

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50 000 Euro gibt der Landkreis zur Sanierung des Breitwiesen-Kunstrasens dazu. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Bad Reichenhall – Der Landkreis Berchtesgadener Land beteiligt sich mit 50 000 Euro an der Generalsanierung des Kunstrasenplatzes Breitwiese in Berchtesgaden. Das hat der Kreisausschuss auf seiner Sitzung am vergangenen Freitag beschlossen. Bei dem Zuschuss handelt es sich um eine freiwillige Leistung.


Bereits Anfang 2012 wurde der Landkreis vom Markt Berchtesgaden darüber informiert, dass an der Freisportfläche des Sportplatzes Breitwiese in Berchtesgaden ein Sanierungs- beziehungsweise Investitionsbedarf besteht und aufgrund der Mitnutzung durch das Gymnasium Berchtesgaden eine Kostenbeteiligung vom Landkreis gefordert werden wird.

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Ende des Jahres ging dann im Landratsamt die Aufstellung der Kostenanteile gemäß Nutzung ein. Sie lautete folgendermaßen: 57 000 Euro für das Gymnasium Berchtesgaden, 25 500 für den Mittelschulverband Berchtesgaden und 76 500 Euro für den Markt Berchtesgaden (Grundschule und Vereine).

Bei seiner Haushaltsplanung für 2013 ist der Landkreis eigentlich von einer 40-prozentigen staatlichen Förderung ausgegangen, und hat 80 000 Euro für die Spielplatzsanierung in den Haushalt eingeplant, denn laut Stellungnahme des Gymnasiums Berchtesgaden ist der Kunstrasenplatz zur Durchführung des Sportunterrichts erforderlich und werde täglich genutzt.

Allerdings beurteilte die Regierung von Oberbayern die Sachlage anders und verweigerte den Zuschuss. Das Gymnasium, die Mittelschule sowie die Grundschule hätten einen schulischen Bedarf an Hallensportstätten in Höhe von drei Übungseinheiten. Anhand der Sportklassenzahlen ergebe sich Gleiches für den Freisportstättenbedarf. Für drei Übungseinheiten sei aber lediglich ein Rasenspielfeld vorgesehen. Die drei Schulen würden jedoch bereits über zwei Rasenspielfelder verfügen, so die Regierung. Der schulische Bedarf sei somit erfüllt und kein weiterer Kunstrasenplatz erforderlich.

Eine finanzielle Beteiligung des Landkreises trotz fehlenden schulischen Bedarfs führe zwar zu einem Ausbau der freiwilligen Leistungen, so die Landkreisverwaltung, erscheine aber sinnvoll, um einen uneingeschränkten Zugang des Gymnasiums zu den Freisportflächen zu gewährleisten und eine Überbelastung und vorzeitige Sanierung des bestehenden Rasenspielfeldes zu vermeiden, an der sich der Landkreis auch beteiligen müsste. Man empfahl dem Kreisausschuss daher eine Deckelung der freiwilligen Leistungen von 50 000 Euro zu beschließen. Dem kam der Ausschuss einstimmig nach. Kathrin Thoma-Bregar