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Lawinenübung im Alpeltal

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Rund zwei Meter tief war bei einer Übung der Bergwacht Berchtesgaden ein Skitourengeher verschüttet. Fotos: Bergwacht
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Über 120 Meter wurde der Verschüttete in der Gebirgstrage abgeseilt und weiter ins Tal gebracht. Dort beendeten die Berchtesgadener Bergwachtmänner schließlich erfolgreich ihre Lawinenübung.

Berchtesgaden - »Lawinenabgang im Bereich Winterwandl des Alpeltales. Zwei Skitourengeher bei der Abfahrt betroffen, einer verschüttet«. So lautete am Samstag eine Probealarmierung für die Bergwacht Berchtesgaden. Unterstützt wurde sie dabei von einem Hundeführer aus Marktschellenberg und sechs polnischen Bergwachtmännern, die derzeit zu Besuch in Berchtesgaden sind.


Die Einsatzkräfte wurden noch im Bergwachthaus mit dem Risikomanagement vertraut gemacht. An diesem Tag war wegen des Wetters weiter mit steigender Lawinengefahr zu rechnen.

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Als Erstes wurden der Einsatzleiter, der Hundeführer und ein kleiner Voraustrupp zu Fuß zum Einsatzbereich geschickt. Da wegen des Wetters kein Hubschraubereinsatz möglich war, musste die Bergung terrestrisch, also mit Gebirgstrage, stattfinden. Nur wenig später folgte ein Seilsicherungstrupp, der die Steilstufe über das Winterwandl absicherte und somit für die nachfolgenden Einsatzkräfte einen sicheren Zustieg gewährleistete. Dies waren der Arzt mit seiner medizinischen Mannschaft und ein Team, das später für den Abtransport zuständig war.

Aufgrund der exzellenten Arbeit des Suchhundes konnte zwischenzeitlich der zwei Meter tief verschüttete Tourengeher gefunden werden. Er wurde sofort ausgegraben und die medizinische Grundversorgung mit Wärmeerhalt durchgeführt. Danach konnte er in der Gebirgstrage sicher über 120 Meter abgeseilt und weiter ins Tal gebracht werden. I.J.