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Licht ins Dunkel an den Bushaltestellen

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Machen sich stark für Fotovoltaik-Beleuchtung an Bushaltestellen (v.l.): SPD-Kreisvorsitzender Roman Niederberger, Europa-Kandidatin Maria Noichl und der Marktschellenberger Gemeinderat Thomas Jander mit Tochter Lea, die als Schulkind von gut ausgeleuchteten Bushaltestellen profitieren wird. Foto: privat

Marktschellenberg (spd) – Licht ins Dunkel soll ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt an Bushaltestellen zwischen Königssee und Salzburg bringen. Die SPD-Europakandidatin Maria Noichl informierte sich gemeinsam mit dem SPD-Kreisvorsitzenden und Kreisrat Roman Niederberger über die Planungen bei einem Besuch in Marktschellenberg.


Begrüßt wurden die Besucher an der Bushaltestelle am Marktschellenberger Marktplatz von SPD-Gemeinderat und Vorsitzendem der SPD BGL-Süd, Thomas Jander. »Eine gute Beleuchtung ist ein Beitrag für mehr Sicherheit und eine bessere Akzeptanz von öffentlichen Verkehrsmitteln sowohl für Kinder als auch für ältere Menschen«, zeigte er sich überzeugt. Nachdem eine Regionalbahn für Marktschellenberg noch in weiter Ferne liege, seien neue Angebote und bessere Qualität bei den öffentlichen Verkehrsmitteln zeitnah nur im Bereich der Buslinien umzusetzen.

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Roman Niederberger stellte den innovativen Aspekt des Projekts heraus, das am 1. Februar 2014 gestartet war und in dessen Rahmen insgesamt 43 Bushaltestellen in den Gemeinden Berchtesgaden, Schönau am Königssee, Marktschellenberg, Anif und Grödig mit funkgesteuerten Fotovoltaikanlagen zur energieautarken und effizienten Beleuchtung einschließlich LED-Leuchtmittel und Akkus ausgestattet werden sollen. Die Ausstattung der Bushaltestellen soll laut Projektbeschreibung bis Ende des Jahres abgeschlossen werden und dann in das Eigentum der betroffenen Gemeinden übergehen.

Die grenzüberschreitende Buslinie Watzmann-Express (840), die mit stetig steigenden Fahrgastzahlen zwischen Salzburg und Berchtesgaden verkehrt, sei ein schönes Beispiel für das Zusammenwachsen der Regionen, sagte Noichl.

Vorbild für das Projekt ist der Regionalverband Tennengau, der als erste Region Österreichs insgesamt 123 Bushaltestellen mit Solartechnik ausgestattet hat. Roman Niederberger sah hier auch Anregungen für weitere Verbesserungen: Im Tennengau wird nicht nur das Licht über Mobilfunk gesteuert, sondern auch die Fahrgäste können über eine Echtzeit-Fahrplanabfrage online oder per Mobiltelefon jederzeit unterwegs erfragen, wann der nächste Bus geht. »Das wäre auch bei uns ein weiterer Schritt weg von kaum lesbaren Fahrplänen in Minischrift und hin zu einem attraktiven Netz öffentlicher Verkehrsmittel«, betonte er.