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Luchs Alus fiel Trophäensammler zum Opfer

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Foto: Boris Roessler/dpa-Archiv

Der Mitte August erschossene Luchs Alus ist neuen Ermittlungen zufolge wohl einem Wilderer, der auf eine Trophäe aus war, zum Opfer gefallen. Der Kadaver war Anfang September tot aus dem Saalachsee geborgen worden. Zuvor waren dem Tier Kopf und Pfoten abgetrennt worden.


Nach neuen Angaben von Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) soll es der Wilderer auf Trophäen abgesehen haben. Forensische Untersuchungen des Körpers, die an einem Institut in Schweden durchgeführt wurden, belegen, dass der Luchs erschossen wurde. Dann sei der Kadaver vom Täter ausgenommen worden. Als jedoch der Versuch auch das Fell abzutrennen scheiterte, trennte der Wilderer den Kopf und die Vorderpfoten ab.

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Laut den Erkenntnissen geschah die Tat wohl Mitte August. Bis zum Fund durch einen Baggerfahrer lag der Kadaver wohl etwa zwei Wochen lang in feuchtem Erdreich. Wie Staatssekretär Eck weiter berichtet, deute dies darauf hin, dass der Unbekannte das Tier nach seinem Ausweideversuch vergraben hatte. Wo der Täter den Luchs erschossen hat, ist bislang noch nicht eindeutig bestätigt. Die Behörden gehen aber davon aus, dass dies in der Nähe des Fundorts passiert sein soll. Es sei aber auch möglich, dass der Kadaver von österreichischer Seite angeschwemmt wurde.

Auch konkrete Hinweise zum Täter gibt es bisweilen nicht. Genauso unklar ist, wo sich der abgetrennte Kopf und die Vorderläufe befinden. Die Ermittlungen der Reichenhaller Polizei beziehen mittlerweile auch Präparatoren von Tierkadavern ein.

th/UK/dpa mit Informationen der SZ