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Ludwig Fegg sieht Fortschritte bei Wald und Wild

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Ein Jahr ist es her (v.l.): Ludwig Fegg (Initiator der Unterschriftenaktion), der damalige Landtagsabgeordnete Thomas Dechant (FDP), Tessy Lödermann, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Staatsminister Helmut Brunner, Edwin Burtscher, Initiator der Aktion www.wildwacht.de, Prof. Dr. Dr. E. Fink, Pressesprecher der Jagdagenda21 und Stefan Schopf, 2. Vorsitzender der Jagdagenda21. Foto: privat

Bischofswiesen/München – Am 17. Juli jährt sich die von Ludwig Fegg aus Loipl initiierte Übergabe von 20 482 Unterschriften an Staatsminister Helmut Brunner. Die Bürger hatten damals für ein »vernünftiges Miteinander von Wald, Wild und Mensch« unterschrieben und deshalb für ordentliche, tierschutzgerechte und damit weidgerechte Jagdmethoden plädiert.


Ein Jahr nach dem Termin stellt Ludwig Fegg nun fest, dass sich in Berchtesgaden – für den Bürger oft unbemerkt – einiges hin zum Besseren getan habe. »Das von der Schließung durch den Forstbetrieb Berchtesgaden bedrohte Wintergatter Rossweg wurde inzwischen wieder instand gesetzt, das Rotwild wurde den Winter über artgerecht gefüttert«, anerkennt Fegg. Zudem seien sogenannte Sanierungsgebiete einer Prüfung unterzogen und eingeengt worden. Damit seien die Bereiche mit ganzjähriger Schonzeitaufhebung und ganzjährigem Abschuss verringert worden.

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»Doch dies ist nur ein Teilerfolg. Das Gamssymposium am 5. April 2014 in Garmisch-Partenkirchen hat gezeigt, dass von Forstseite noch viel falsch gemacht wird«, stellt Ludwig Fegg weiter fest. Sogenannte Sanierungsgebiete lägen meist in den Überwinterungsgebieten der Gams und der Abschuss sei hier kontraproduktiv, weil durch den Bejagungsdruck der Verbiss sogar zunehme.

»Die Bürger erhalten immer mehr Kenntnis von Vorgängen, die Forst und Jagd betreffen, und dies ist gut«, betont Fegg und verweist auf das Ferienmagazin »Urlaub im Berchtesgadener Land«, in dem man auf Seite 20 wichtige Fakten zu Rotwildlebensräumen in Bayern findet. Überschrieben ist der Artikel mit der Überschrift: »Ein paar nachdenkliche Fakten … helfen Sie mit«. In diesem Zusammenhang stellt Ludwig Fegg den Urlaubsgästen und Vermietern die Frage: »Wann haben Sie das letzte mal Rotwild in freier Wildbahn gesehen oder den urigen Brunftruf des Rothirsches gehört?« Für den Loipler ist klar: »Bayern ist so schön. Und mit zu den Bergen, Wäldern und Seen gehören die darin lebenden Wildtiere. Deshalb für Bayern das neue Motto 'Wald, Wild und Mensch in einem vernünftigen Miteinander'. Ist das nicht viel besser wie 'Wald vor Wild'?«. Ulli Kastner