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Mahnende Worte unter dem Löwen

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Mehrere Abordnungen von Vereinen und Bundeswehr nahmen am Gefallenengedenken beim Löwendenkmal vor der Jägerkaserne teil. Fotos: privat
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Militärpfarrerin Claudia Konoppa erinnerte im Rahmen einer kurzen Andacht an die Schrecken der beiden Weltkriege.

Bischofswiesen – Am Volkstrauertag traf man sich beim Löwen vor der Jägerkaserne Strub zur traditionellen Feierstunde im Gedenken an die Toten der Weltkriege, die Opfer von Krieg und Gewalt und die im Einsatz der Bundeswehr ums Leben gekommenen Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 232. In Anwesenheit des stellvertretenden Landrats und Vorsitzenden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Berchtesgadener Land, Rudolf Schaupp, einiger Bataillons-Abordnungen, ehemaliger Angehöriger des Bataillons sowie der Fahnenabordnungen der Gebirgsjägerkameradschaft 232 Berchtesgaden und der Krieger- und Soldatenkameradschaft Bischofswiesen hielt zunächst Militärpfarrerin Dr. Claudia Konoppa eine kurze Andacht. Sie erinnerte daran, dass der Volkstrauertag neben dem Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt auch eine mahnende Funktion habe. Das Wissen um das Schreckliche, was in der Vergangenheit geschehen war, verpflichte die heutige Gesellschaft, dafür Sorge zu tragen, dass Ähnliches nie wieder geschehen darf. Und dazu leisteten nicht zuletzt auch die Soldaten der Bundeswehr in ihren Friedenseinsätzen ihren Beitrag. Seit Beginn dieser Einsätze im Jahre 1992 haben diesen Auftrag immerhin schon 102 deutsche Soldaten mit ihrem Leben bezahlt.


Anschließend bezog auch der Bataillonsführer, Major Eike Gudat, in seiner Ansprache neben der Erinnerung an die Toten der Weltkriege ganz besonders die 2010 und 2011 im letzten Afghanistaneinsatz des Gebirgsjägerbataillons 232 ums Leben gekommenen Soldaten in sein Gedenken ein: drei Soldaten der damals unterstellten Kräfte des Panzergrenadierbataillons 111 aus Regen und der Hauptgefreite Oliver Oertelt von der 2. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232. »Ihr Opfer, wie auch das Opfer aller in den Friedenseinsätzen der Bundeswehr ums Leben gekommenen Soldaten, verdient unsere besondere Hochachtung«, sagte Gudat. Seinen ganz persönlich gehaltenen Erinnerungsworten war auch deutlich die Betroffenheit um die Geschehnisse der Jahre 2010 und 2011 zu entnehmen, befand er sich doch selbst in dieser Zeit im Einsatz in Afghanistan.

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Danach legte Major Eike Gudat gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Gebirgsjägerkameradschaft 232 Berchtesgaden, Klaus Gerlach, zu den Klängen des »Liedes vom guten Kameraden« an den Gedenksteinen am Löwen einen Kranz nieder. K.G.