weather-image
18°

Mann (61) spricht 10-jähriges Mädchen auf dem Schulweg an

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Foto: dpa/Symbolbild

Freilassing – Die Freilassinger Polizei hat am Freitagmorgen den Hinweis erhalten, dass ein 10-jähriges Mädchen, das im Ortsgebiet Untereichet an einer Haltestelle auf den Schulbus wartete, von einem älteren Mann angesprochen worden sei. Der Mann habe das Kind zur Schule fahren wollen.


Die 10-Jährige, so die Polizei, handelte instinktiv richtig und verneinte vehement. Weil die Großeltern in unmittelbarer Nähe zur Bushaltestelle der Schülerin wohnten, lief das Mädchen sofort zu ihnen und berichtete von dem Vorfall. Diese wiederum verständigten die Beamten der Polizeiinspektion.

Anzeige

Aufgrund der zeitnah erfolgten Mitteilung gelang es einer Streifenbesatzung, den Mann zu finden und unter Mithilfe des Mädchens einwandfrei zu identifizieren. Es handelte sich um einen in Freilassing wohnhaften, 61-jährigen Mann.

Die Freilassinger Polizei nimmt die Vorkommnisse nach eigenen Angaben sehr ernst. Eine sogenannte "Gefährderansprache" sei bei dem Mann bereits durchgeführt worden. Zusätzlich würden die gewonnenen Informationen aktuell polizeilich bewertet sowie weitere Ermittlungen aufgenommen.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei alle Eltern, ihre Kinder hinsichtlich ähnlicher Vorfälle zu sensibilisieren. Grundsätzlich sollen Kinder darauf konditioniert sein, nicht mit Fremden mitzugehen. In einer Gruppe von mehreren Kindern ist es für fremde Menschen zudem wesentlich erschwert, Kinder anzusprechen. Die Vereinbarung eines Kennwortes für den Fall einer "überraschenden Abholung durch eine andere Person" schränkt den Aktionsbereich dieser Personen ein.

Die Polizei bittet aber auch, die Situation sachlich zu betrachten. Eine unnötige Hysterie sei in den wenigsten Fällen hilfreich. Mitteilungen besorgter Bürger, in denen via sozialer Netzwerke vor Entführungsbanden in den Ortschaften gewarnt werde, sollten nie ungeprüft weiter verschickt werden, betont die Polizei.