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Marihuana, Haftbefehl, falscher Führerschein und mehr

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Polizeikontrolle
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Foto: dpa/Patrick Seeger

Bad Reichenhall – Diverse Verstöße brachte eine Kontrollstelle der Pidinger Schleierfahnder auf der Bundesstraße 21, Höhe Ortsteil Marzoll, ans Tageslicht. Insgesamt wurden in Fahrtrichtung Bad Reichenhall 63 Fahrzeuge genauer unter die Lupe genommen. Trotz der kurzen Dauer der Kontrollaktion mussten die Beamten sechs Mal polizeilich tätig werden.


Den Anfang machte ein junger Kosovare, der mit seinem Pkw unterwegs war, obwohl er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde zudem eine Kleinmenge Marihuana aufgefunden und sichergestellt. Nach erfolgter Blutentnahme und Beendigung der Anzeigenaufnahme wurde der Mann wieder entlassen.

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Kurze Zeit später kontrollierte man die Insassen eines Klein-Lkws. Ein Abgleich der Personalien des Beifahrers mit dem polizeilichen Fahndungsbestand ergab, dass der 29-jährige Slowene bereits seit vier Jahren wegen Betrugs und Urkundenfälschung per Untersuchungshaftbefehl von der Staatsanwaltschaft Berlin ausgeschrieben war. Seine Weiterreise war somit beendet und der Mann wurde dem Haftrichter vorgeführt.

Ein bereits seit einem Jahr abgelaufenes Visum wurde einem Mazedonier zum Verhängnis. Zwar konnte der 41-Jährige zusätzlich eine Fiktionsbescheinigung vorweisen, welche den weiteren Aufenthalt legitimiert hätte, jedoch war auch diese mittlerweile nicht mehr gültig. Der Mann wurde wegen unerlaubter Einreise und illegalem Aufenthalt ohne gültigen Aufenthaltstitel zur Anzeige gebracht und den Kollegen der Bundespolizei zur weiteren Sachbearbeitung zuständigkeitshalber übergeben.

Den Abschluss machte ein 18-Jähriger. Das Problem war, dass sein vorgezeigter österreichischer Lernführerschein ihn nicht zum Führen eines Kraftfahrzeuges in Deutschland berechtigte. Was folgte, war eine Anzeige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis. Um dem jungen Mann dennoch die Weiterreise zu ermöglichen, brachte ein Beamter, mit dem Einverständnis des Fahrzeuglenkers, den Pkw zurück auf das nahegelegene österreichische Hoheitsgebiet. Hier konnte der 18-Jährige seine Fahrt legal fortsetzen.

Im Laufe der fünfstündigen Aktion wurden zudem bei zwei weiteren Personen diverse Fahndungsersuchen deutscher als auch ausländischer Behörden festgestellt. Beide Personen konnten nach Benennung einer ladungsfähigen Anschrift die Fahrt fortsetzen. Die zuvor ermittelten Adressen werden an die ersuchenden Stellen entsprechend weitergeleitet. fb