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Markt bekommt historische Tonkachel

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Bürgermeister Franz Rasp (l.) freute sich über das Geschenk von Martin Resch. (Fotos: privat)
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Die von Martin Resch erworbene Tonkachel zeigt Szenen aus dem Denkmal über den Schlossplatz-Arkaden.

Berchtesgaden – Die von Georg Schelle im Jahr 1952 geschaffenen Tonkacheln, aus deren Verkauf damals die Erneuerung des Kriegerdenkmals am Schlossplatz finanziert worden war, galten in den letzten Jahren als verschollen. Jetzt konnte Martin Resch vom »Struber Ladl« so einen historischen Baustein erwerben und vermachte ihn unverzüglich der Marktgemeinde Berchtesgaden.


Martin Resch staunte nicht schlecht, als ihm eine dieser historischen Tontafeln kürzlich in seinem Struber Geschäft zum Verkauf angeboten wurde. Der geschichtsinteressierte Bischofswieser erkannte das Objekt sofort und zögerte nicht lange. »Ich habe die Tonkachel natürlich gekauft und mich sofort mit Kreisheimatpfleger Johannes Schöbinger in Verbindung gesetzt«, erzählt Martin Resch. Der hat Resch die Echtheit der Tonkachel bestätigt. Und Johannes Schöbinger weiß auch, dass in den letzten Jahren kein einziges dieser kleinen Kunstwerke mehr aufgetaucht war.

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Abgebildet ist darauf das Mittelbild mit dem Kruzifix und dem trauernden Bauernpaar aus dem Kriegerdenkmal über den Arkaden am Schlossplatz. Anlass für die Herstellung solcher Tonkacheln durch den Berchtesgadener Künstler Georg Schelle im Jahr 1952 war die Freilegung beziehungsweise Erneuerung der auf Befehl der amerikanischen Militärregierung im Jahr 1945 übermalten Fresken des Kriegerdenkmals. Im Zuge der damaligen Sanierung hatte man auch die Marmortafeln mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges ergänzt. Zur Finanzierung dieser Arbeiten waren die Tonkacheln als »Bausteine« verkauft worden.

Bürgermeister Rasp freute sich sehr, als er einen dieser »Bausteine« aus den Händen von Martin Resch entgegennehmen konnte und bedankte sich für das Geschenk mit großem historischen Wert. UK