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Marktgemeinschaft unterstützt Seestraße

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2. Vorsitzender Stefan Schlagbauer führte souverän durch die Jahreshauptversammlung der Marktgemeinschaft Berchtesgaden. Foto: Anzeiger/tj

Berchtesgaden - Viel Positives gab es zu berichten bei der Jahreshauptversammlung der Marktgemeinschaft Berchtesgaden. Der Gewerbeverband konnte in den vergangenen fünf Jahren die Mitgliederzahl mehr als verdoppeln. An aktuellen Themen wurde unter anderem die Situation in der Seestraße am Königssee besprochen. Hierzu lag der Versammlung ein Antrag von Armin Nowak vor, die Kollegen in der Nachbargemeinde zu unterstützen. Einstimmig folgte die Versammlung diesem Ansinnen.


Für den kurzfristig verhinderten Vorsitzenden Berni Zauner führte dessen Stellvertreter Stefan Schlagbauer durch die gut besuchte Jahreshauptversammlung. In seinem Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre erinnerte er daran, dass viel geschehen ist: etwa die Neugestaltung der Fußgängerzone, der Bau des Hotels »Edelweiß« und der neu aufgestellte Adventsmarkt. »Professionell ohne Aufhebens« wollte die Marktgemeinschaft arbeiten und Schlagbauer sieht dieses Ziel erreicht: »Die Abstimmung untereinander wird immer besser und wir merken, dass die Einheimischen wieder mehr im Talkessel einkaufen.« Ausdrücklich lobte er auch die Zusammenarbeit mit Vereinen, den Gemeinden und Behörden.

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»Andere Orte schauen auf uns und holen sich Anregungen bei uns. Es tut sich einiges, der Ort verändert sich und wir sind auf einem guten Weg.« Das untermauert mehr als deutlich die Mitgliederzahl, die seit 2007 von 49 auf aktuell 110 angestiegen ist. »Das ist der Hauptverdienst von Berni Zauner«, unterstrich der 2. Vorsitzende und die Versammlung spendete dem Abwesenden dafür Sonderapplaus.

Zudem wurde das Thema Seestraße in der Jahreshauptversammlung noch mal aufgerollt. Für Schlagbauer ist klar: »In einem touristischen Ort müssen sonntags Geschäfte aufhaben. Das ist auch für die Berchtesgadener Fußgängerzone ein Thema.« Er informierte über die aktuellen Verhandlungen, die derzeit auf politischer Ebene laufen, wobei eine Gesetzesänderung schwierig zu erreichen sein werde. Daneben legte er den Antrag von Armin Nowak vor, der forderte, sich mit den Geschäftsinhabern der Seestraße solidarisch zu erklären, und ebenfalls auf eine Neufassung der Sortimentsregelungen für eine Sonntagsöffnung hinzuarbeiten.

Zudem regte Nowak an, in diesem Prozess auch eine Anpassung der Verkaufsbestimmungen für Tankstellen einzubinden. Schlagbauer legte noch einmal dar, dass es nicht um eine generelle Geschäftsöffnung an Sonntagen geht, sondern allein darum, welches Sortiment angeboten werden muss, um sonntags öffnen zu dürfen. Einstimmig sprach sich die Versammlung dafür aus, den Antrag zu unterstützen.

Als weiteres aktuelles Thema wurde zudem der Punkt Asylbewerberheim besprochen. Der 2. Vorsitzende erinnerte noch einmal an die Geschehnisse der vergangenen Monate und den Kompromiss, der zusammen mit dem Landratsamt gefunden wurde. »Wir haben nie gesagt, wir wollen keine Asylbewerber, sondern wir haben uns für kleine Einheiten und eine Verteilung auf den ganzen Landkreis ausgesprochen«, stellte Schlagbauer noch einmal klar.

Umfassend erläuterte der 2. Vorsitzende dann das Basiskonzept für 2013 mit den vorgesehenen Veranstaltungen, der Kostenplanung und den dazugehörigen Werbemaßnahmen. Unter anderem sollen zwei Werbetafeln beschafft werden für die Standorte Königsseer Straße und den Platz gegenüber dem Hotel »Edelweiß«, um Gäste auf aktuelle Veranstaltungen hinzuweisen. Ohne Diskussion und ohne Gegenstimmen wurde das Konzept beschlossen.

Aktuelle Informationen zum Adventskalender des Vereins »Berchtesgaden hilft« gab es von Josef Obraczka. Seit elf Jahren wird diese Aktion angeboten, 2011 wurden rund 15 000 Lose verkauft. Auch heuer soll diese Größenordnung wieder erreicht werden. Obraczka berichtete, dass in den vergangenen Monaten über 24 000 Euro für Projekte im Talkessel ausgegeben wurden.

Die Zusammenarbeit mit dem Bob- und Schlittensportverband für Deutschland (BSD) stellte Leistungssportreferent Alexander Resch vor. Er lobte die geplanten Werbetafeln als guten Einstieg für eine intensivere Zusammenarbeit und kündigte an, dass die Siegerehrungen von Weltcupveranstaltungen auf der Kunsteisbahn in Zukunft im Markt Berchtesgaden stattfinden sollen. »Wir können nur voneinander profitieren«, so Resch.

Zum Schluss der Versammlung wurde die Anregung diskutiert, an den vier Advents-Freitagen die Geschäfte bis 20.00 Uhr zu öffnen. Das Für und Wider wurde durchaus kontrovers diskutiert; Stefan Schlagbauer kündigte darauf- hin an, dass die Marktgemeinschaft eine Umfrage bei den Betrieben machen wird und auf Basis der Ergebnisse dann eine Entscheidung getroffen werden soll. tj