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Mehr Gäste, weniger Übernachtungen

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Berchtesgadener Land – Unspektakulär ist die Tourismusbilanz nach den ersten acht Monaten des Jahres im Bereich der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee. Einem Plus bei den Gästen in Höhe von 0,77 Prozent steht ein Übernachtungsminus von 1,03 Prozent gegenüber. Grund für die Diskrepanz ist die erneut zurückgegangene Aufenthaltsdauer von 4,90 auf 4,81 Tage.


Insgesamt 332 876 Gäste kamen von Januar bis August ins Gebiet der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee. Das waren 2 536 Besucher mehr als im Vorjahreszeitraum (330 340). Während dies einem Plus von 0,77 Prozent entspricht, gingen die Übernachtungszahlen um 1,03 Prozent zurück. Konkret entsprach dies einer Abnahme von 1 618 899 im Vorjahr auf 1 602 266 heuer. Das waren 16 633 Übernachtungen weniger.

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Die Bilanz in den einzelnen Gemeinden fiel unterschiedlich aus. Schönau am Königssee ist die einzige Gemeinde, die sowohl bei den Gästen als auch bei den Übernachtungen – wenn auch nur gering – zulegen konnte. So verzeichnet man bei den Gästen eine Zunahme um 1,88 Prozent auf 118 056 Besucher, bei den Übernachtungen legte man um 1,18 Prozent auf 643 115 zu. Die Aufenthaltsdauer lag bei 5,45 Tagen.

In Berchtesgaden liegt man mit einem Plus bei den Gästen um 0,75 Prozent und einen Übernachtungsminus von 0,60 Prozent etwa im Durchschnitt. Von Januar bis August kamen 124 077 Gäste nach Berchtesgaden, die hier 487 473 Mal übernachteten. Vor allem wegen der Kongressgäste und der Hotelstruktur lag hier die Aufenthaltsdauer nur bei 3,93 Tagen.

Ein relativ kräftiges Minus muss die Gemeinde Bischofswiesen verkraften. Das beträgt bei den Gästen 5,58 Prozent und bei den Übernachtungen sogar 8,85 Prozent. Registriert wurden hier im Berichtszeitraum 37 453 Gäste und 190 990 Übernachtungen. Die Aufenthaltsdauer verringerte sich von 5,28 auf 5,10 Tage.

Während die Marktgemeinde Marktschellenberg bei den Übernachtungen ein Minus von 3,26 Prozent verschmerzen muss, ging die Gästezahl lediglich um 0,83 Prozent zurück. Die 7 497 Gäste, die die Marktgemeinde von Januar bis August besuchten, übernachteten hier 42 645 Mal. Die Aufenhaltsdauer reduzierte sich von 5,83 auf 5,69 Tage.

Auch in der Ramsau ging die Aufenhaltsdauer zurück, und zwar ziemlich stattlich von 5,43 auf 5,20 Tage. Damit ist zu erklären, warum trotz eines Gästeplus von 3,86 Prozent die Übernachtungszahl um 0,50 Prozent abnahm. 45 793 Gäste blieben 238 043 Nächte in der Ramsau. Ulli Kastner