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Mehr Tempo bei Ausbau der A 8

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Marktschellenberg – Das IHK-Gremium Berchtesgadener Land fordert dringend mehr Investitionen in das Straßennetz. »Das Berchtesgadener Land gehört als Teil Oberbayerns zum erfolgreichsten Wirtschaftsraum in Deutschland. Unsere Region zieht immer mehr Unternehmen, Einwohner und Touristen an. Die Hauptverkehrsachsen müssen entsprechend mitwachsen, sonst droht der Verkehrsinfarkt«, mahnt die IHK-Gremiumsvorsitzende Irene Wagner, die Geschäftsführerin von psm protech in Marktschellenberg in einer Reaktion auf die Pressekonferenz des bayerischen Innen- und Verkehrsministers Joachim Herrmann (CSU) in Nürnberg zu Bauvorhaben des Freistaats im Jahr 2015.


Wagner bemängelt, dass der Ausbau der A 8 zwischen Inntaldreieck und Salzburg in den Plänen für 2015 gar nicht genannt wurde. Außerdem sei die angekündigte Investitionssumme von 1,5 Milliarden Euro für die Straßen in ganz Bayern viel zu gering. »Der Bedarf ist viel höher, dieses Schneckentempo können wir uns nicht mehr lange leisten. Allein der Ausbau der A 8 zwischen Inntaldreieck und Salzburg wird 1,3 Milliarden Euro kosten«, so Wagner. Für weitere dringende Projekte in Oberbayern, wie den Bau der B 15 zwischen der A 94 und Rosenheim, den Lückenschluss der A 94 zwischen Pastetten und Heldenstein sowie die Umfahrungen von Garmisch-Partenkirchen mit Wank- und Kramertunnel, veranschlagt die IHK München Kosten von rund 1,6 Milliarden Euro.

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Wagner fordert deswegen neue Finanzierungswege, um den Investitionsstau zu lösen. Zum einen müssten zusätzlich zu den Einnahmen aus der Lkw-Maut und aus anderen Nutzungsgebühren mehr Bundesmittel für die Verkehrsinfrastruktur bereitgestellt werden. Dazu fordert die Wirtschaft, wie für die A 94 bereits geplant, mehr privates Kapital für öffentliche Bauprojekte zu aktivieren. fb