weather-image
26°

Mehrere Hunderttausend Euro Schaden

Die Rauchsäulen des Brandes waren schon von Weitem zu sehen. Foto: Anzeiger/Stanggassinger
Insgesamt waren 183 Feuerwehrleute im Einsatz. Foto: privat

Berchtesgaden (ml/cfs) - Der Hotelbrand am Sonntagnachmittag in der Oberau (wir berichteten) beschäftigte die Helfer aus dem Landkreis und dem benachbarten Österreich bis in die Nacht auf Montag. Die Entwarnung kam gegen 18.30 Uhr, die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Nacht hin. Die Inhaberfamilie sucht derzeit nach einer Bleibe.


Das Technische Hilfswerk (THW) kümmerte sich um die Ausleuchtung der Einsatzstelle, das Rote Kreuz übernahm die Verpflegung der Einsatzkräfte. Insgesamt waren 183 Feuerwehrleute mit 25 Fahrzeugen, das Rote Kreuz mit dem Kriseninterventionsdienst, 15 Helfern und vier Fahrzeugen, das THW mit drei Helfern und einem Fahrzeug und sechs Polizeibeamte in der Oberau.

Anzeige

Die genaue Schadenshöhe kann noch nicht beziffert werden, beläuft sich jedoch laut Polizei auf mehrere Hunderttausend Euro. Über die Brandursache ist derzeit noch nichts bekannt. Die Ermittlungen der Berchtesgadener Polizei führt die Kriminalpolizei Traunstein weiter. Allerdings könne eine Brandstiftung ausgeschlossen werden. »Darauf gibt es keine Hinweise«, bestätigte der Leiter der Polizeiinspektion Berchtesgaden, Günther Adolph.

Während Beamte der Kriminalpolizei, Sachverständige des Landeskriminalamtes und ein Versicherungsgutachter die Hotelruine unter die Lupe nehmen, um die Brandursache zu klären, sucht die Inhaberfamilie eine Bleibe. Im Moment ist sie im Luxushotel Intercontinental Berchtesgaden Resort auf dem Obersalzberg untergebracht. Kostenlos. Allerdings nur für drei Nächte.

Wie es danach für die Familie weitergeht, ist noch nicht bekannt. »Wir werden schon irgendwo unterkommen«, sagt die ehemalige Inhaberin. Das Hotel wurde gerade renoviert. »Wir wollten eigentlich am 15. Mai wieder eröffnen«, erzählt die Frau weiter. Das Hotel, das inzwischen die Tochter mit ihrem Ehemann betrieben hatte, wurde durch den Brand fast völlig zerstört. Lediglich die Kellerräume sowie eine Wohnung sind heil geblieben. Jedoch sei diese so stark verraucht, dass sie unbewohnbar sei.