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»Menschen Orte näherbringen«

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SWR-Moderatorin Karen Markwardt war in Berchtesgaden. Foto: Anzeiger/Voss

Berchtesgaden - Ein Fernsehteam des SWR war in der vergangenen Woche im Berchtesgadener Land zu Gast. »Expedition in die Heimat« heißt die Sendung, für die die bekanntesten und schönsten Orte Berchtesgadens und Bad Reichenhalls festgehalten wurden. Moderatorin Karen Markwardt erzählt im Gespräch, was sie bereits in Berchtesgaden erlebt hat, von ihren Erfahrungen als freie TV-Moderatorin und von der Sendung »Expedition in die Heimat«.


Frau Markwardt, Sie sind bereits seit einigen Tagen in Berchtesgaden, was haben Sie gestern gemacht?

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Karen Markwardt: Gestern waren wir beim Dreh im »Haus der Berge«, auf der Baustelle. Man kann darin schon ausgesägte Bäumchen und einen Modell-Berg erkennen. Man kann es sich zwar schon ganz gut vorstellen, was daraus wird, aber dazu braucht es noch eine Menge Fantasie.

Und wo wurde heute gedreht?

Markwardt: Heute waren wir schon in Marktschellenberg, dort, wo es zur Eishöhle geht. Davor waren wir im Dokumentationszentrum am Obersalzberg. Da war ich bis jetzt noch nie, obwohl ich bereits zum vierten Mal bei einem Dreh in Berchtesgaden bin. Ich war hier schon mit den Sendungen »Karen in Action«, »Aktion Schulstreich« und beim Dreh für die Sendung »Hin & Weg«.

Wie war dann ihr erster Eindruck von der Dokumentation?

Markwardt: Ich fand es sehr interessant. Aber ich muss auch zugeben, dass ich mich nicht richtig darauf eingelassen habe, weil mich so etwas immer sehr berührt. Ich habe mir die Fotos angeguckt und ein paar Sachen gelesen. Auch unten im Bunker fand ich es wahnsinnig beklemmend.

Sie sind zwar jetzt mit dem SWR unterwegs, sind aber eine freie Moderatorin. So haben Sie zum Beispiel zehn Jahre lang für das Bayerische Fernsehen die Sendung »Karen in Action« moderiert. Dabei haben Sie die wildesten Erfahrungen gemacht, mussten zum Beispiel Ski springen oder wurden von einem Pferd durch eine Arena gezogen. Hatten Sie einmal richtig Angst?

Markwardt: Ja klar, es gab auch Sachen, die ich nicht gemacht habe, wie zum Beispiel Bungee-Jumping. Jetzt würde ich das eine oder andere auch nicht noch einmal machen. Zum Beispiel hier in Berchtesgaden am Königssee Skeleton fahren. Ich bin zwar froh, dass ich mich damals getraut habe, aber ich würde nicht noch einmal Kopf voraus die Eisbahn runterfahren.

Die Sendung, die Sie momentan bei uns aufzeichnen, heißt »Expedition in die Heimat« und ist eher etwas für Erwachsene. Machen Ihnen nicht Sendungen für Kinder mehr Spaß?

Markwardt: Ich finde, dass da gar kein so ein großer Unterschied besteht. Natürlich haben wir den Kindern Sportarten gezeigt und Gegenden vorgestellt und natürlich rede ich bei einem Beitrag für Kinder anders. Aber im Grunde besteht kein großer Unterschied. Leider ist die Sendung »Karen in Action« 2010 eingestellt worden.

Was genau kann man sich unter der »Expedition in die Heimat« vorstellen?

Markwardt: Die Sendung läuft am 26. April im SWR um 20.15 Uhr. Es handelt sich dabei um eine Reisereportage, bei der auch Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Fokus stehen. Auch Stuttgart und Nürnberg werden vorkommen.

Es geht eigentlich darum, den Menschen die Dinge näherzubringen, die quasi vor der Haustür sind. Ich merke das ja bei mir selbst, wir waren auf der ganzen Welt unterwegs, aber in Deutschland weniger. Es ist wirklich beeindruckend, was es da so alles gibt, das einem entgeht. Ich hab immer noch nicht alles gesehen. Die Menschen, die Natur, das Handwerk und auch skurrile Sachen wie das Gießkannenmuseum in Hessen. Die Sendung lebt auch von skurrilen und spannenden Personen. In Bad Reichenhall haben wir uns zum Beispiel mit Ringsgwandl getroffen und in Berchtesgaden einen Spaziergang mit Anna Glossner gemacht. Ich denke, das wird eine super Sendung. Annabelle Voss