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14°

Mhh, mjam, mjam

5.0
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Weißwurstpflanzerl sind der Hit - sagen zumindest die, die kosten durften.
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Alle waren heiß auf echte Ramsauer Kasspatzn. Fotos: Anzeiger/Pfeiffer
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Hallo, Herr Koch: Gut war der Kaspressknödl.
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Gut gehütet wird der Gerstensaft im Kinderwagen transportiert.
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Es gibt kaum einen, der nicht da war: Der Weihnachtsschützenplatz drohte aus allen Nähten zu platzen.
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Guten Appetit!

Berchtesgaden – Deftig und fettig, salzig und süß: Beim Schmankerlfest, der Auftaktveranstaltung zu den »Weißblauen Wirtshaus-Wochen« auf dem Weihnachtsschützenplatz, wurde am Donnerstag einfach jeder satt. Die Wirte überboten sich mit schmackhaften Speisen zum Schnäppchenpreis. Und die Besucher aßen, bis alles weg war.


Das Wetter? Hervorragend. Der Markt? Herausgeputzt. Die Leute? Hungrig. Beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Auftakt. Kein Geheimnis ist, dass das Schmankerlfest eine Erfolgsgeschichte ist: Günstig essen - und das noch für einen guten Zweck -, plaudern, trinken und eine anständige musikalische Unterhaltung gibt es obendrein.

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Auch wenn der Weihnachtsschützenplatz die Besuchermassen kaum fassen konnte, waren wieder einmal alle gekommen. Die Einheimischen, die Urlauber, die hiesige Polit-Prominenz, Talkessel-Sportler und Schaulustige. Dicht gedrängt ging es auf dem Weihnachtsschützenplatz zu, Teller an Teller, Becher an Becher, Vorsicht, nicht stolpern.

Währenddessen spielte das Oxn Aug'n Trio auf, unterhaltsame Musik, hin und wieder ein eingestreuter Witz. Moderator Werner Bauer stellte die zehn teilnehmenden Wirtshäuser (Gasthaus Goldener Bär, Gasthaus Bier Adam, Wirtshaus Wachterl, Gasthof Nutzkaser, Wirtshaus im Zauberwald, Gasthaus Schusterstein, Gasthaus Brunneck, Gasthof Gebirgshäusl, Gasthaus Kugelmühle, Gasthaus Oberstein) vor, die noch bis einschließlich Sonntag, 23. Juni, spezielle einheimische Gerichte nach traditionellen Rezepten anbieten. Einen ersten Vorgeschmack boten die Wirte mit ihren Schmankerln. Dort drüben der Surbraten mit scharfem Senf, da hinten die Kasspatzn, gegenüber der Rettich und ein Schälchen Erdbeeren, gleich daneben die altbekannten Weißwurstpflanzerl.

Es gab deftige Würste in der Semmel, süße Rohrnudeln, schmackhafte Sülze und Kaspressknödel. Alle Wirte hatten gemein, dass sie sich kaum vor Kundschaft retten konnten. Vor allem die Schlange bei den Kasspatzn war so lang, dass man sich gut und gerne eine dreiviertel Stunde anstellen musste, um das kalorienreiche Mahl serviert zu bekommen. An der Pfanne schwang das Koch-Duo die Löffel, vermengte Spätzle mit Fett, einer gehörigen Portion an Zwiebeln und Käse. Die riesige Pfanne bot zwar viel Platz, dennoch waren die Besucher nicht ruhig zu stellen und verlangten ständig Nachschub.

Großes Verlangen gab es nach den sättigenden Würsteln, auch das Brot mit »Obatzdm« war beliebt. »Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll«, flüsterte eine Dame, den Mund voll. Ihr Mann stand daneben, schaute ratlos, wartete darauf, an die Reihe zu kommen und bestellen zu können.

Das Bier floss in Strömen. Von Spätnachmittag an bis weit nach zehn am Abend war der Platz gerammelt voll, wohl auch, weil so mancher auf die große Trachtenmodenschau rund um das »Trachtenmadl 2013« (siehe eigener Bericht) wartete, die vom Modehaus Dollinger veranstaltet wurde. Dass schließlich jeder auf seine Kosten kam, daran hatte am Ende des Abends keiner einen Zweifel. Kilian Pfeiffer