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Michael Koller gewinnt in Berchtesgaden

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Sein Berchtesgadener Ergebnis hätte sich Michael Koller (l.) von den Freien Wählern auch für die anderen Orte gewünscht. In seiner Heimatgemeinde erhielt der Salzberger 35,40 Prozent der Stimmen. Dr. Bartl Wimmer von den Grünen holte zu Hause gerade einmal 14,62 Prozent der Stimmen. Foto: Anzeiger/Hudelist

Berchtesgadener Land – Einmal hatte Michael Koller die Nase vorne und verwies Michaela Kaniber auf den 2. Platz. In seiner Heimatgemeinde Berchtesgaden stimmten bei der Landtagswahl am Sonntag 35,40 Prozent der Wählerinnen und Wähler für den Direktkandidaten der Freien Wähler – und nur 34,97 Prozent für CSU-Kandidatin Michaela Kaniber. Weil die Bürgerinnen und Bürger im nördlichen Landkreisteil stark für die Bayerisch Gmainerin stimmten, hatte sie am Ende mit 51,19 Prozent doch deutlich die Nase vorne.


Fast jeder dritte Wähler im südlichen Landkreis stimmte für Michael Koller. In Bischofswiesen kam er auf 25,18 Prozent, in Marktschellenberg auf 31,15 Prozent, in Ramsau auf 22,84 Prozent und in Schönau am Königssee auf 31,46 Prozent. Ein Blick auf die Zweitstimme zeigt, wie sehr auch die Landtagswahl eine Persönlichkeitswahl ist, denn hier pendelten die Freien Wähler im südlichen Landkreis nur zwischen 6,73 Prozent (Bischofswiesen) und 9,18 Prozent (Marktschellenberg). Die geringste Unterstützung erhielt Michael Koller in Bad Reichenhall, wo nur 6,62 Prozent der Wählerinnen und Wähler für den Salzberger stimmten.

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Die Reichenhaller votierten dafür ziemlich stark für Michaela Kaniber (54,65 Prozent), doch auch SPD-Kandidat Roman Niederberger durfte sich in der Kreisstadt über stattliche 15,38 Prozent freuen. Mehr gab es für den SPD-Mann mit 18,05 Prozent nur in Freilassing. Michaela Kaniber hat die meisten Unterstützer in Schneizlreuth, wo sie von 59,65 Prozent der Urnengänger gewählt wurde. Bei den Zweitstimmen gaben die Schneizlreuther sogar 64,42 Prozent der CSU. Mehr gab's mit 66,70 Prozent nur in der Ramsau.

Grünen-Kandidat Dr. Bartl Wimmer war in seiner Heimatgemeinde Berchtesgaden mit 14,62 Prozent der Stimmen zwar relativ stark. Doch noch mehr Unterstützung gab's für ihn in Bischofswiesen (15,09) und in Bayerisch Gmain (16,00). Doch die Bayerisch Gmainer wählen ohnehin relativ gerne grün, was die 13,21 Prozent bei der Zweitstimme zeigen. Bei Dr. Wimmer ist die Stimmenverteilung im Stimmkreis übrigens die ausgeglichenste aller Kandidaten. Die geringste Unterstützung gab's für ihn in Ainring mit 9,00 Prozent.