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Ministerpräsident zeichnet Alois Resch aus

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Der Ramsauer Bergwachtmann Alois Resch (2.v.r.) erhielt aus den Händen des Bergwacht-Landesvorsitzenden Alois Glück (v.l.), der Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Christa von Thurn und Taxis und des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer die Leistungsauszeichnung in Gold für Verdienste um die Bergwacht. Foto: Staatskanzlei

Ramsau/München - Grund zur Freude hat die Bergwacht Ramsau. Mit Alois Resch konnte bei einem Festakt in der Münchner Residenz ein langjähriger Bergretter aus den Händen des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, des Bergwacht-Landesvorsitzenden Alois Glück und der Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Christa von Thurn und Taxis, die Leistungsauszeichnung in Gold entgegennehmen. Außerdem bekommt Bruno Verst, Wirt des Watzmannhauses, als treuer Unterstützer der Bergwacht das »Bergwacht-Edelweiß« verliehen. Verst konnte aber zur Verleihung sein Watzmannhaus nicht verlassen. Die Auszeichnung wird ihm von den Bergwachtverantwortlichen nach der Saison überreicht.


Alois Resch, den seine Frau Hanni, Bereitschaftsleiter Rudi Fendt und Bereitschaftskollege Helmut Stutz nach München begleiteten, hatte seine Ausbildung in der Bergwacht unter der strengen Hand eines Karl Komposch erhalten, der wie für viele andere in der Region Chiemgau und bayernweit auch für ihn ein Vorbild als Bergretter war. Als junger Bergwachtmann gab es kaum einen Einsatz oder eine Aufgabe, die für ihn eine Schwierigkeit darstellte. Auch in späteren Jahren war Alois Resch an erster Stelle mit dabei. Hierzu zählen unter anderem die schweren Lawineneinsätze von 1976 am Hocheis, 1985 im Seilergraben mit fünf Verschütteten sowie in den folgenden Jahren 1992 und 1993 im Watzmannkar und wiederholt am Hocheis.

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Das heimatliche Gebirge ist Sehnsuchtsort für viele Bergsteiger, für Alois war es zudem Einsatzort für schwierige Sucheinsätze im hochalpinen Gelände. Mit seinem trockenen »Kalinerer-Humor«, nach seinem Elternhaus »Karolina« benannt, bewältigte er alles mit Lockerheit, sorgte im Alltag für Heiterkeit und in schweren Stunden für Linderung. Die Teilnahme an allen Ausbildungen und Unternehmungen war für ihn selbstverständlich und die Kameradschaft schrieb er immer groß, besonders wenn es um die Brückenbildung zwischen Alt und Jung ging. Acht Jahre lang führte er die Bergwacht Ramsau, wobei er schon vorher als Schriftführer und zeitweise auch als Kassier tätig war.

Alois Resch erhielt große Anerkennung, als er nach dem tödlichen Einsatzunfall seines Vorgängers Peter Hillebrand am Blaueisgletscher 1993 die Bereitschaftsleitung übernahm. Die jetzige Bereitschaftsleitung ist ihm zu Dank verpflichtet, ist er doch als Kämmerer in der Gemeindeverwaltung Bindeglied zum Bürgermeister und Gemeinderat. Die Bergrettungswache befindet sich im gleichen Haus wie die Gemeindeverwaltung. So ist Alois Resch stets häufig der Ansprechpartner bei Einsätzen, und die waren und sind in der Ramsau meistens weder wenig noch leicht.

Bei der Leistungsauszeichnung im Vierschimmelsaal der Münchner Residenz hat Horst Seehofer den Mut und den selbstlosen Einsatz verdienter Bergretter gewürdigt. Seehofer: »Wir ehren heute 18 Bergwachtmänner aus allen Teilen Bayerns für ihre besonderen Verdienste um die bayerische Bergwacht. Sie stehen stellvertretend für die rund 4 200 ehrenamtlichen Mitglieder der Bergwacht, die bei jährlich rund 12 000 Rettungseinsätzen auch ihr eigenes Leben riskieren, um andere Menschen aus Bergnot zu retten. Der selbstlose Einsatz, der Mut und die Solidarität mit den in Not Geratenen ist alles andere als selbstverständlich. Bayern sagt Vergelt's Gott. Wir sind stolz auf unsere Bergwacht«. R.F./UK