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Mit dem »Milli(tär)«-Truck auf 1 450 Meter Höhe

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Aufwendige Milcherfassung: Mit Hilfe eines extra montierten Krans wird der rund 200 Liter fassende Milchtank auf die Ladefläche gehoben. Fahrer und gleichzeitig Berg- und Almbauer Andreas Zörner (unten), Senner Michael Kriner (oben) und Sennerin Katharina Grill sorgen dafür, dass die hochwertige Bergbauernmilch sicher erfasst wird. Im Hintergrund sind die Gipfel der Loferer Steinberge zu sehen. Foto: Molkerei Berchtesgadener Land

Ramsau – Die Molkerei Berchtesgadener Land erfasst seit heuer Milch auf der Kallbrunnalm. Und, weil das auf fast 1 500 Metern schwierig ist, musste ein geländegängiger »Milli(tär)«-Truck her.


Im Sommer treiben 16 Bergbauern aus dem Berchtesgadener Land und 14 Landwirte aus dem Pinzgau insgesamt 180 Milchkühe und noch mal so viele Jungtiere auf die Kallbrunnalm, die größte geschlossene Alm der Ostalpen. Die Milchkühe werden zweimal täglich gemolken.

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Da die Milcherfassung der Kallbrunnalm mit dem Molkereitankwagen nicht zu bewältigen ist, holen die Ramsauer Almbauern ihre zwischen 1 200 und 1 500 Liter Bergbauernmilch seit dieser Saison alle zwei Tage mit einem extra dafür angeschafften Allrad-Lkw vom Typ Iveco Magirus Militär ab.

Die jeweils 200 Liter fassenden Milchtanks der neun bayerischen Bergbauern werden mit einem extra dafür auf die Ladefläche montierten Kran auf das Fahrzeug gehoben. Auf der 17 Kilometer langen Strecke von der Kallbrunnalm über den Hirschbichl-Pass, durch das Klausbachtal bis zum Triebenbachlehen werden pro Fahrt 1 000 Höhenmeter auf Almwegen bewältigt und die Milch so alle zwei Tage zur Sammelstelle in der Ramsau transportiert.

Dort wartet der Tankwagen der Genossenschaftsmolkerei Berchtesgadener Land und fährt die Milch zur Verarbeitung nach Piding. fb/cfs

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