weather-image
27°

Mit Gummibärchen auf Tour

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Alles im Rahmen: Sichtlich Spaß hatten die Kleinen beim Familienausflug der Alpenvereinssektion Berchtesgaden in den Kitzbüheler Alpen. (Foto: privat)

Fieberbrunn – Zu einem spannenden Familienwochenende hatte die Familiengruppe der Alpenvereinssektion Berchtesgaden in die Kitzbüheler Alpen eingeladen. 13 Erwachsene, elf Kinder und zwei Jugendliche erkundeten unter der Leitung von Kathrin Hrassky, Carmela Budzisch-Duss und Karola Brüggler von der Familiengruppe die Gegend rund um die Wildseeloderhütte bei Fieberbrunn.


Bei der Mittelstation Streuböden Alm war erst einmal freies Spielen und Toben angesagt. Bei Timoks Alm wartete ein riesiges Hüpfkissen zum ausgiebigen Toben auf die Kinder, in Timoks Waldseilgarten konnten Groß und Klein ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Etwas Mut war auf der kurvenreichen Rodelbahn gefragt.

Anzeige

Da der Himmel mit dunklen Wolken behangen war und die Wetterprognose nichts Gutes verhieß, brach die Gruppe dann mittags nach kurzer Brotzeit zügig Richtung Hütte auf. Mit der Bergbahn bewältigte man auch die zweite Sektion bis zur Bergstation Lärchfilzkogel, um dann die letzten knapp 350 Höhenmeter zu Fuß in Angriff zu nehmen.

Tapfer stapften die kleinen Füße den Berg hinauf, kletterten und kraxelten Höhenmeter um Höhenmeter der Hütte entgegen. Versagte zwischenzeitlich die Motivation, so sorgte unter anderem das Zöllner-Spiel für Ablenkung, bei dem ein Teil der Gruppe Gummibärchen-Sackerl am Körper versteckte und der andere Teil diese finden musste. Nach knapp zwei Stunden erreichten die letzten der Gruppe das ersehnte Ziel – die traumhaft am See gelegene Wildseeloderhütte auf 1 854 Metern Höhe.

Auf der Hütte wurde es den Kindern nie langweilig: Man badete Füßchen, beobachtete Fliegen und Hummeln im Lupenglas, bastelte aus selbstgepflückten Blumen Bilderrahmen oder bemalte eine lustige Holzbiene. Einige hatten gar die Gelegenheit zu einer kurzen Ausfahrt mit dem Ruderboot, bis es Zeit zum Abendessen war.

Nach dem Essen war noch ein Tier-Pantomimen-Spiel angesagt. Jeweils eine Gruppe aus Kindern und Eltern imitierte geräuschlos ein Tier, das Karola Brüggler zuvor als kleines Plüschtier gezeigt hatte. Jedes Kind war dann einmal an der Reihe, das gesuchte Tier zu erraten. Als Belohnung winkte das Plüschtier. Das machte den Kindern viel Freude und nicht wenige Plüschtiere wurden gleich ins Herz geschlossen und später mit in den Schlafsack genommen. Dort kuschelten sich alle noch bei Stirnlampen-Licht um Karola, die noch eine tierische Gutenachtgeschichte zum Besten gab.

Am nächsten Morgen wurde dann beim leckeren Frühstückbuffet herzhaft zugelangt, bevor es leider schon hieß, dem netten und engagierten Hüttenteam Aufwiedersehen zu sagen. Einige Große machten sich nun auf zu nahe gelegenen Gipfelzielen, der Rest der Gruppe nahm den Abstieg bis zur Mittelstation in Angriff. Der lang gezogene, dafür einfache Weg über die Griessenbodenalm forderte den Kindern einiges an (mentaler) Ausdauer ab. Mit ausreichend Pausen und kleinen Aufgaben sorgten die Leiterinnen für Ablenkung: Die Kinder mussten vorgegebene Blumen und Gräser finden oder den Weg nach Gummibärchen absuchen.

Nach einem kurzen Stopp am Wildgehege erreichten alle müde und zufrieden die Mittelstation. Hier wurde das Familienbergsteiger-Wochenende offiziell mit einem Lied beendet und Karola Brüggler übergab nach langjähriger Tätigkeit als Familiengruppenleiterin das Zepter an Carmela Budzisch-Duss und Kathrin Hrassky.

Viele Jahre lang hatte sich Karola Brüggler, zusammen mit ihrem Mann Hans, für die Familiengruppe engagiert. Inzwischen sind deren Kinder jedoch längst im Teenageralter und auch viele ihrer langjährigen Weggefährten in der Familiengruppe sind den Kinderschuhen entwachsen. Die Sektion des DAV Berchtesgaden freut sich aber über neue Ehrenamtliche, die die Tradition mit den Kleinsten wieder aufgreifen: Kathrin Hrassky und Carmela Budzisch-Duss haben im Frühjahr 2016 einen Lehrgang absolviert und sich im Alpenverein als Familiengruppenleiterinnen ausbilden lassen. Sie bieten jetzt Aktivitäten für die Drei- bis Fünfjährigen an und haben seit Juli 2016 auch die Leitung der Familiengruppe übernommen. Die geplanten Touren sind im Tourenprogramm der Sektion ersichtlich. fb