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Mitgedreht und viel gelernt

Franz Punz während des Drehs an der Kamera. Foto: Bayerischer Rundfunk

Bischofswiesen/München – Jung-Regisseur Franz Punz aus Bischofswiesen hat es geschafft. Bei der Constantin Television hat er endlich ein einwöchiges Praktikum bei seiner Lieblingssendung, »Dahoam is dahoam«, machen dürfen. »Ich durfte hinter der Kamera stehen, in der Requisitenabteilung arbeiten«, berichtet Punz der Heimatzeitung. Stolz ist der Bischofswieser, dass er am Ende sogar an einer eigenen Szene mitdrehen und als Komparse in der Serie mitwirken durfte.


Franz Punz ist zufrieden. Das merkt man dem ambitionierten Jung-Regisseur schon nach wenigen Augenblicken am Telefon an. »Dahoam is dahoam« ist seine Lieblingsserie. Er verfolgt sie seit Jahren, war schon beim Tag der offenen Tür am Set dabei. Sein größter Wunsch war, dort endlich auch mal selbst dabei sein und Hand anlegen zu dürfen. Eine Woche hatte er nun die Gelegenheit dazu. »Das war eine super Zeit«, sagt Punz, dem bei seinem Praktikum vieles zugetraut wurde. Immerhin kennt man den jungen Bischofswieser bereits.

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So war der 14-Jährige zunächst in der Requisitenabteilung beschäftigt. »Ich habe gekocht, Schweinsbraten, als Nachspeise Bayerisch Crème, die Schauspieler haben das dann während des Drehs gegessen«, so Punz. Natürlich war er beim Studiodreh mit von der Partie, hat den Schauspielern über die Schulter geschaut. Unter professioneller Anleitung durfte er die Kameras bedienen. Selbst im Besitz einer so guten Ausrüstung zu sein, wäre zwar Punz' Traum, allerdings dürfte es bei einem solchen bleiben: »Das kostet alles so viel Geld.« Dass er viel lernen konnte, da ist sich der Schüler sicher. »Ich habe mit der Tonangel über den Schauspielern den Ton aufgenommen, eine Szene durfte ich zum Abschluss sogar drehen.« Dass diese auch tatsächlich ausgestrahlt wird, darüber freut sich Franz Punz ganz besonders.

Als Komparse war er auch zwei Mal unterwegs. Einmal galt es, mit dem Fahrrad durch das Hintergrundbild zu fahren, ein weiteres Mal musste er den Drahtesel schieben. »Die Aufnahmen dauern ewig«, erinnert er sich. Nicht etwa, weil er seine Sache falsch gemacht hat, sondern weil die Szenen wegen der Schauspieler oft mehrfach gedreht werden müssen. Die Darsteller von »Dahoam is dahoam« seien allesamt sehr nett. Mit so manchen ist Punz inzwischen per du. Dass der Ausflug in die Filmbranche so reibungslos vonstatten ging, verdankt er seinen Lehrern in der Mittelschule, sagt er. Immerhin wurde das einwöchige Praktikum ganz ohne Probleme via Sondergenehmigung ermöglicht.

Pläne hat der Bischofswieser viele: Derzeit dreht er einen bayerischen Geheimagentenfilm in Bischofswiesen, bald möchte er direkt beim Bayerischen Rundfunk ein weiteres Praktikum absolvieren. Kilian Pfeiffer