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»Mobil mit Köpfchen«

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Sie sind »Mobil mit Köpfchen« nach dem Ende der schriftlichen Prüfungen: Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der CJD Realschule. Foto: privat

Schönau a. K. (cjd) – Nach dem Ende der schriftlichen Abschlussprüfung fand für die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Realschule der CJD-Christophorusschulen Berchtesgaden die Aktion »Mobil mit Köpfchen« statt. Daran beteiligt waren der ADAC, die Polizei Berchtesgaden, die Feuerwehr Königssee und der Kriseninterventionsdienst (KID) des Bayerischen Roten Kreuzes Berchtesgaden.


Ziel des ADAC war, den Absolventinnen und Absolventen der Realschule bewusst zu machen, wie man Umweltbelastungen durch einen überlegten Umgang mit dem Fahrzeug auf ein möglichst niedriges Niveau reduzieren kann. Hierzu wurden praxisnahe Geräusch- und Abgasmessungen durchgeführt. Dabei war das Erstaunen groß, dass beispielsweise ein »Kavalierstart« den Lärmpegel und den Schädigungsbereich eines Presslufthammers erreicht.

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Der 2. Kommandant der Feuerwehr Königssee, Franz Hallinger, zeigte mit Filmen und eigenen Erzählungen auf, wie ein Einsatz abläuft, wenn Personen im Auto eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt sind. Er zeigte Ausrüstung und spezielles Bergewerkzeug, mit dem man Autos auseinander schneiden kann. Hallinger warnte ausdrücklich vor Fahrten mit alkoholisierten Fahrern und schildert auch, wie belastend und traurig es sei, wenn eigene Freunde oder Schulkameraden aus dem Autowrack geschnitten werden müssen.

Sven Böttrich, Jugendbeamter der Polizei, informierte anschließend über die sehr belastende Aufgabe, Eltern die Todesnachricht eines Kindes zu überbringen. Auch sei es für die Beamten eine sehr schwierige Aufgabe, an einem Unfallort mit Todesfolge zu arbeiten, an dem Kinder oder Jugendliche gestorben sind. Böttrich gab den Schülerinnen und Schülern Tipps, wie man sich verhalten solle, wenn ein anderer zu rasant fahre.

Michael Storch, Teamleiter des KID und Religionslehrer an der Realschule, stellte kurz die Arbeit des Kriseninterventionsdienstes vor. Im Wesentlichen gehe es um die Betreuung von Angehörigen nach einem Todesfall. Er schilderte, wie geschockt Eltern und Geschwister reagieren, wenn die Polizei und der KID nachts vor der Tür stehen und die Todesnachricht überbringen müssen. Außerdem informierte er darüber, was nach dem Unfall mit der Leiche des Verstorbenen passiere. Hierbei gehe es um die Frage, ob eine Verabschiedung möglich sei und ob die Leiche eventuell in München obduziert werden müsse.

Bezüglich des Seminarthemas »Mobil mit Köpfchen« appellierte er an die Schülerinnen und Schüler, Eigenverantwortung zu »leben« und Zivilcourage zu zeigen, wenn andere alkoholisiert Auto oder Motorrad fahren wollen.