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Modulare Unterkünfte geplant

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Landrat Georg Grabner rechnet mit 500 Asylbewerbern bis Ende nächsten Jahres. Foto: privat

Berchtesgaden – Die geplanten 80 Asylbewerber in Bischofswiesen sind Landrat Georg Grabner zu viel, wie er im Gespräch mit dem »Berchtesgadener Anzeiger« bestätigt. 60 Asylbewerber waren geplant. Nun will er erneut mit der Regierung sprechen. Und plant darüber hinaus im mittleren und nördlichen Landkreis Unterkünfte in Modulbauweise. Weil bis zu 500 Asylanten bis Ende 2014 im Landkreis prognostiziert werden.


Im Talkessel ist es die erste richtig große Unterkunft, die in Bischofswiesen hinter dem »Panorama Park« entsteht. Das Gebäude ist vorhanden, kleinere Sanierungsmaßnahmen müssen getätigt werden. Wenn mehr als 50 Personen in einer Einrichtung wohnen, wird diese als Gemeinschaftsunterkunft bezeichnet. »Dafür ist dann die Regierung von Oberbayern zuständig«, sagt Landrat Grabner. Sowohl für die Anmietung als auch für die Betreuung ist die Regierung in so einem Fall verantwortlich.

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Eigens dafür stellt der Bezirk jemanden ein, der sich ausschließlich um die Bewohner kümmert. Erfahrungen gibt es im Landkreis bereits: In Piding gibt es eine Asylbewerber-Unterkunft in dieser Größenordnung (mehr als 50 mögliche Bewohner), in Freilassing ebenso. Erst kürzlich hat der Landkreis in Bayerisch Gmain ein Objekt für 30 Asylsuchende eingerichtet und vergleichbar soll es auch in den nächsten Monaten weitergehen.

»Wir rechnen bis Ende 2014 mit 500 Asylsuchenden im Berchtesgadener Land«, sagt Grabner. Das sind fast doppelt so viele wie aktuell. »Wir haben alle Hände voll zu tun«, so der Landrat, der bereits die nächsten Schritte geplant hat. So sollen im mittleren und nördlichen Landkreis Unterkünfte in Modulbauweise entstehen. Eine Umsetzung sei schnell möglich, ein Abbau ebenso.

Mit leer stehenden Objekten lasse sich die stark steigende Zahl ankommender Asylbewerber nicht mehr bewerkstelligen. Kilian Pfeiffer