weather-image

Münchner erfüllen sich einen Herzenswunsch

4.3
4.3
Bildtext einblenden
Die Vollblutgastronomen Kerstin Dönneweg und Marko Kouris sind die neuen Wirtsleute auf der Kastensteinerwand-Alm. Seit Pfingsten verwöhnen sie die Gäste mit feinen Speisen und Getränken. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Seit Pfingsten hat die neu renovierte Kastensteinerwand-Alm geöffnet. Kerstin Dönneweg und Marko Kouris aus München sind die neuen Wirtsleute. Um nicht überrannt zu werden, haben sie vorerst noch auf Werbung verzichtet.


Das echte »Münchner Kindl« Kerstin Dönneweg und der Wahlmünchner Marko Kouris haben sich mit der Übernahme der Kastensteinerwand-Alm einen Herzenswunsch erfüllt und haben die Gastronomie von der Pike auf gelernt. Nachdem sie sich bei der Arbeit in München kennengelernt haben, verfolgten sie seit Langem das gemeinsame große Ziel: Einmal eine Alm in den Bergen zu bewirtschaften.

Anzeige

Als die Gastronomen auf die Kastensteinerwand-Alm aufmerksam geworden sind, liefen gerade die Kaufverhandlungen des neuen Eigentümers Bernhard Rosenberger aus Fridolfing. Man kam ins Gespräch und der Fridolfinger Weltunternehmer erkannte schnell, dass die jungen Leute die richtigen Wirtsleute sind. Vier Jahre lang waren diese zuvor auf der Suche nach einem Betrieb.

Die gelernte Hotelfachfrau Kerstin Dönneweg hat zuletzt in Zürich im Romantik Seehotel Sonne-Küsnacht direkt neben der Villa von Tina Turner im Service gearbeitet. Die Wirtin hat in der gehobenen Schweizer Gastronomie viel gelernt. »Irgendwann kam jedoch der Zeitpunkt, dass wir unseren Traum, eine Bergwirtschaft zu leiten, erfüllen wollten und diesen mit der Kastensteinerwand-Alm jetzt auch verwirklichen können. Wir haben viele Gegenden besucht, aber erst in Bischofswiesen fanden wir das Richtige«, freut sich Kerstin Dönneweg.

Marko Kouris ist in Zwiesel geboren und in Eichstätt im Altmühltal aufgewachsen. Nach seiner Lehre als Koch ging er als 18-Jähriger nach München. Die Prüfung zum Küchenmeister legte der neue Wirt der Kastensteinerwand-Alm an der Steigenberger Akademie in Bad Reichenhall ab. Die Schweiz kannte er bereits seit dem Jahr 2007, als er in Waggis am Vierwaldstätter See in der Rigi-Hotellerie auf 2 800 Meter Höhe gearbeitet hat: »Das war schon ein bisschen weit weg vom Schuss und die Seilbahn ging auch nur dreimal am Tag«, erzählte Kouris von seiner ersten Begegnung mit der Schweiz.

Um sein Spektrum als Küchenmeister zu erweitern, kochte Kouris im Seehaus Schreyegg am Ammersee. Danach leitete der Umtriebige in Weiningen bei Zürich das Restaurant Linde mit Cateringservice.

Seine jüngste Arbeit führte den Küchenmeister zurück in die Schweiz, wo er in einem der letzten europäischen Herrenclubs »Baur au Lac« direkt am Züricher See gewirkt hat. Dort trifft sich die Prominenz. Anfang des Jahres kochte Marko Kouris anlässlich der Wahl zum Weltfußballer des Jahres für die FIFA auf. Christian Wechslinger

- Anzeige -