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Mutmaßlicher Täter schweigt in Norwegen

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Bad Reichenhall – Der 20 Jahre alte Bundeswehrsoldat Christoph R., der verdächtigt wird, für die brutale Gewalttat in Bad Reichenhall verantwortlich zu sein, sitzt weiterhin in Norwegen fest. Nach Medienberichten weigere er sich, nach Deutschland ausgeliefert zu werden.


Zwei Monate liegt die Tat mittlerweile zurück. Damals starb ein 73-Jähriger nach Gewalteinwirkung an schwersten Kopfverletzungen, der Täter verletzte auch ein 17-jähriges Mädchen schwerst mit einem Messer im Gesicht. Derzeit bemühen sich nach Informationen des ORF Ärzte im Salzburger Landeskrankenhaus um das Augenlicht der jungen Frau. So sei aktuell noch nicht klar, ob die 17-Jährige wieder sehen können werde.

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Der mutmaßliche Täter sitzt seit etwa einem Monat in Norwegen in Untersuchungshaft. Dort wurde er Ende Juli gefasst, nachdem in seinem Spind in der Kaserne in Bad Reichenhall Kleidung mit Blutspuren beider Opfer gefunden worden waren.

Der Soldat schweigt bislang. Keine Antwort hatte Pressesprecher Stefan Sonntag auf die Anfrage des »Berchtesgadener Anzeigers« beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd, ob der mutmaßliche Täter sich gegen eine Auslieferung wehre. Bekannt sei nur so viel: »Die deutschen Justizbehörden haben alle Unterlagen auf offiziellem Weg in Norwegen eingereicht. Wir warten auf eine Entscheidung«, so Sonntag.

In wenigen Tagen soll es eine Anhörung geben, bei der auch Vertreter aus Deutschland anwesend sein werden. Kilian Pfeiffer