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Nach 42 Jahren in die Pension verabschiedet

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Rektorin Lotte Zuckerer (2.v.r.) wurde von Bürgermeister Franz Rasp (l.), Daniela Frank-Emmanuel und Schulamtsdirektor Frank Thieser verabschiedet. (Foto: Pfeiffer)

Berchtesgaden – Lotte Zuckerer, die Leiterin der Grundschule Berchtesgaden, ist nach 42 Dienstjahren in den Ruhestand gegangen. In feierlicher Runde verabschiedeten Schulamtsdirektor Frank Thieser und Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp die Rektorin.


Bis zum Schuljahresende wird die Schulleitung nicht neu besetzt, sondern kommissarisch von Daniela Frank-Emmanuel geführt.

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400 Kindern hat sie das Lesen und Schreiben beigebracht, 1 700 Stück Kreide verbraucht, 47 000 Unterrichtsstunden gehalten, sagte Daniela Frank-Emmanuel, welche die Verabschiedung leitete. Zuckerer habe zeit ihres Schullebens »Wissen vermittelt und Werte beigebracht«, die Schüler durch viele schwierige Lebenslagen begleitet. Immerzu habe Zuckerer den Blick auf die Schüler nie verloren und den Teamgedanken gepflegt. »Deinetwegen sind wir alle immer gerne in die Schule gekommen«, sagte Frank-Emmanuel.

Schulamtsdirektor Frank Thieser leitete seine Rede mit einem Zitat Salvador Dalis ein: »Jeder Abschied ist die Geburt der Erinnerung.« Er würdigte die Schullaufbahn Zuckerers, die in den 70er Jahren an der Pädagogischen Hochschule München studiert hatte, zunächst an verschiedenen Schulen in München als Lehrerin zum Einsatz kam und 1979 ihren Dienst an der Grundschule in Berchtesgaden antrat. Seit diesem Zeitpunkt hat Zuckerer durchgehend an der Bacheifeld- Schule unterrichtet. Nur 1980/81 war sie als mobile Reserve eingeteilt, 1983/84 verrichtete sie Krankenhausunterricht in der Klinik Schönsicht. Zuckerer qualifizierte sich zur Beratungslehrkraft, übernahm 2000 ein Jahr lang die kommissarische Stellvertretung an der Grundschule Berchtesgaden. 2004 wurde sie zur Beratungsrektorin am Schulamt Berchtesgaden und Traunstein ernannt. Drei Jahre später übernahm sie die Schulleitung, seit 2009 ist Lotte Zuckerer Rektorin am Bacheifeld. Die Begabung dazu sei ihr in die Wiege gelegt worden, da bereits Zuckerers Vater Oberlehrer an der Volksschule in Berchtesgaden gewesen war.

Bürgermeister Franz Rasp blickte auf eine »bewegte Zeit« zurück, etwa auf jene, als unverhofft die Schule in der Oberau in den Verantwortungsbereich Zuckerers gelegt wurde. »Es war zu jeder Zeit ein sehr gutes Miteinander«, sagte Rasp. Auch Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob, der zum ersten Mal an einer Verabschiedung einer Rektorin teilnahm, anerkannte die Leistungen Lotte Zuckerers. »Die Potenziale der Kinder konnten sich an der Grundschule immer entfalten.« Auch Elternbeiratsvorsitzender Stefan Angerer, der Zuckerer bereits vor 33 Jahren selbst als Lehrerin hatte, sagte »danke für die tolle Zusammenarbeit all die Jahre über.« Mittelschulrektorin Annette Ritter erinnerte an das gute Miteinander zwischen Mittel- und Grundschule und an »gemeinsame Aktivitäten, etwa bei den Bundesjugendspielen«.

Lotte Zuckerer war am Ende beinahe sprachlos. »Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, ich kann mich nur bei all jenen bedanken, die mir einen so schönen Tag bereitet haben.« Überwältigt sei sie für die Zeit, die bestimmt gewesen sei von Vertrauen und Teamgeist. »Der Beruf hat mein Leben ausgefüllt.« Trotzdem freue sie sich nun auf die Pension, »auf Pausen ohne Gong, auf Entschleunigung im Alltag, nicht mehr aufstehen zu müssen, ohne Wecker, auf Skifahren außerhalb der Ferien, endlich Zeit zu haben und Ordnung zu schaffen im heimischen Arbeitszimmer.«

Musikalisch wurde die Feier von der Bläserklasse der Musikschule Berchtesgadener Land umrahmt, von einem Ziachstück von Fabian Hummer, Schuhplatter-Auftritten der Gebirgserhaltungstrachtenvereine, einem Klavierstück von Lucy Angerer sowie Flötenstücken von Ronja Pfnür und Mathias Hanke. Kilian Pfeiffer

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