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Nach acht Jahren vom Berg entlassen

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Für diese 39 Schülerinnen und Schüler ist die Zeit am Berg vorbei. Fotos: Harald Schröder-Schäfer
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Auch Landrat Georg Grabner freute sich mit (v.l.) Christina Sauter (Notenschnitt 1,2), Lisa Scheufele und Anna-Lena Harms (Notenschnitt jeweils 1,3).

Schönau am Königssee – Für 39 Abiturientinnen und Abiturienten hieß es am letzten Wochenende Lebewohl zu sagen, von dem Berg, der acht Jahre lang ihre Heimat war. Das Gymnasium der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden entließ seine Absolventen.


Nach einer Andacht, die von Pfarrer Peter Schulz in der Aula der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden gestaltet worden war, begrüßte der Direktor des Gymnasiums, Studiendirektor Stefan Kantsperger, Schüler, Eltern, Jugendleiter, Trainer, Lehrer und die Vertreter der Kommunalpolitik, allen voran Landrat Georg Grabner. Der Jahrgangsstufenbetreuer und Kunstlehrer Peter Karger überraschte das Publikum mit einer Gesangseinlage, die von Studiendirektor Christian Kämmerling musikalisch begleitet wurde.

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Landrat Georg Grabner überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Landkreises und verwies auf die Bereicherung, die eine Privatschule für die Schullandschaft bieten könne, insbesondere wenn diese durch die Eliteschule des Sportes am Dürreck verkörpert werde.

Der 3. Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee, Herbert Zechmeister, erinnerte an den Abi-Streich und bemerkte, dass während einer Wasserschlacht die Lehrer den Schülern in nichts nachgestanden hätten. »Lehrer und Schüler trafen sich anschließend zum Weißwurstessen. Diese Versöhnung war von den Abiturienten organisiert.«

Nun war es an der Zeit, dass der Vorsitzende des Elternbeirats, Michael Geisreiter, das Wort ergriff. Er erinnerte sich an die eigene Schulzeit und konnte einige wertvolle Tipps für die Abiturienten formulieren. Aber auch die Schüler kamen zu Wort. Magdalena Angerer und Daniela Bauer verstanden es in humoristischer Weise, die vergangenen acht (oder mehr…?) Jahre Revue passieren zu lassen.

Die Ausgabe der Zeugnisse war der Höhepunkt der Veranstaltung. Das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife erlangten 39 junge Damen und Herren (siehe Kasten). Die Jahrgangsbesten wurden vom 3. Bürgermeister der Marktgemeinde Berchtesgaden, Bartl Mittner, ausgezeichnet. Christina Sauter mit einem Abiturschnitt von 1,2 ist die Jahrgangsbeste, gefolgt von Lisa Scheufele und Anna-Lena Harms, je mit dem Notendurchschnitt 1,3. Die Bürgermeister der Gemeinden des inneren Landkreises ließen es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, die drei jungen Damen zu einem gemeinsamen Abendessen in das »Intercontinental Resort« am Obersalzberg einzuladen.

Wie in jedem Jahr überreichte der stellvertretende Schulleiter, Oberstudienrat Frank Fiebrich, den Bonhoeffer-Preis. Der nach dem evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer, der noch in den letzten Kriegstagen von den Nazis im KZ Flossenbürg hingerichtet wurde, benannte Preis wird von den CJD Christophorusschulen für besondere Leistungen auch außerhalb der Notenskalen verliehen. In diesem Jahr ging der Preis an Marco Ramljak, der durch sein schulisches und soziales Engagement als Schulsprecher und in der regionalen Schülermitverwaltung Großartiges geleistet hat.

Im Anschluss gab der Schulleiter eine Rückschau auf die acht Jahre am Gymnasium und brachte als Eckpunkte inner- und außerschulische Ereignisse in Erinnerung. Den älteren Zuhörern erschienen diese Geschehnisse, als wären sie gestern gewesen. Mit der Papstwahl Kardinal Ratzingers und dem später folgenden Rücktritt, der Wahl von Angela Merkel zur Kanzlerin mit der anstehenden »Prüfung«, nämlich der Bundestagswahl, Lance Amstrongs Sieg bei der Tour de France und seinem tiefen Fall, den Entwicklungen der Kommunikationskultur und der Veränderung des Modebewusstseins beschrieb Kantsperger die Entwicklungen der letzten acht Jahre.

»Bei der Verfolgung eurer weiteren Ziele wünsche ich euch die nötige Hartnäckigkeit, die ihr braucht, um Hürden zu überwinden; die nötige Ehrlichkeit, die ihr braucht, nach allem was ihr tut auch hinterher in den Spiegel schauen zu können; und schließlich die nötige Individualität, die ihr braucht, um ein ganz persönliches Profil entwickeln zu können.« Mit diesen Worten entließ der Schulleiter seine Schützlinge in das Leben.

Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgten der Abiturient Benedikt Huber und die Oberstudienräte Hans-Peter Hoffmann und Fritz Sklenarik sowie das Vokalensemble des Gymnasiums der CJD Christophorusschulen.

Die Schulfamilie der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden traf sich im Anschluss an die offizielle Feier in der Pausenhalle, um bei einer Brotzeit über die vergangenen Jahre zu philosophieren und in den schönen gemeinsamen Erinnerungen an die Schulfamilie zu schwelgen. Am Abend bildete der traditionelle Abiturball im Kongresshaus Berchtesgaden den krönenden Abschluss der Feierlichkeiten. SrS