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»Nach dem Spiel ist vor dem Spiel«

Berchtesgaden – Die Mittelschule Berchtesgaden verabschiedete am Freitagnachmittag ihre drei Abschlussklassen. Bevor es die ersehnten Zeugnisse gab, traf sich die Schulgemeinschaft zusammen mit Eltern, Verwandten und Honoratioren zu einer stimmungsvollen Abschlussfeier mit Reden, Musikstücken und Schuhplattlereinlagen in der Aula der Bacheifeldschule.

Zum letzten Mal stellten sich die drei Abschlussklassen von der Mittelschule Berchtesgaden zu einem Gruppenfoto auf.
Im Rahmen der Entlassfeier verabschiedete Rektorin Annette Ritter (l.) auch mehrere verdiente Personen aus der Schulgemeinschaft (v.r.): Anton Angerer, Anja Skriwan-Hönninger, Petra Schwaiger, Irene Eder und Rüdiger Wienecke. Fotos: Anzeiger/Wechslinger

Von drei Wünschen für ihre Absolventen sprach Annette Ritter: Erstens, dass das schulische Fundament für das berufliche Leben diene. Im Weiteren wünschte die Schulleiterin allen einen Freund oder eine Freundin fürs Leben. Und als dritten Wunsch gab die Rektorin allen stete Gesundheit mit auf den Lebensweg.

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Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp als Vorsitzender des Hauptschulverbandes sprach seinen Respekt für die Abschlüsse aus und gab den Absolventen ebenso drei Wünsche mit auf ihren weiteren Lebensweg: offene und vertrauensvolle Beziehungen in ihren Verwendungen; Neugierde und Offenheit sowie Zuversicht, denn die beruflichen Aussichten für die Zukunft seien so gut wie schon lange nicht mehr.

Einen niveauvollen Vortrag gab Schülersprecherin Simona Rudolphi zum Besten. Sie ging auf die Einschulung zurück und dass dies ein großer Tag für kleine Leute gewesen sei. Nach dem Übertritt aus der Grundschule sei durch die Trennung von lieb gewordenen Freunden so manche Träne geflossen, erinnerte Rudolphi und sprach sodann vom rasend schnellen Prozess, der nun abrupt zu Ende gegangen sei. Den begleitenden Lehrern sowie Sekretärin Helga Sternecker und Hausmeister Helge Zeidler sprach Rudolphi Dank aus. Abschließend dankte die Schülersprecherin den drei Lehrern der Abschlussklassen, Richard Hartmann, Uwe Käppel und Johannes Kumeth.

Worte der Abschlusslehrer

Richard Hartmann bezeichnete die letzten drei Jahre mit seiner Klasse als eine anstrengende, aber auch schöne Zeit, in der seine Haarfarbe von dunkel in einen helleren Ton verändert wurde. Es habe Tiefen, aber auch ungeahnte Höhen gegeben. Dies zeigten auch die Abschlüsse und dass alle eine Lehrstelle bekommen hätten. »Ihr habt gekämpft. Ich wünsche euch allen alles Gute. Und wenn ihr Probleme habt, die Tür mit der Nummer 211 steht euch immer offen«, rief Hartmann seiner Abschlussklasse zu.

Uwe Käppel hatte seine Klasse zur mittleren Reife geführt und blickte auf die Umstände zurück, die dazu nötig gewesen seien. So sei neben Fleiß, Begabung, Disziplin und dem Elternhaus auch ein gut funktionierendes Lehrerteam nötig gewesen. Die Grundlagen für die späteren Erfolge seien jedoch schon in der Grundschulzeit und später erfolgt. So lobte Käppel auch die weitsichtige Schulleitung mit großen Freiheiten durch Rektorin Annette Ritter. Käppel vergaß aber auch nicht seine Abschlussklasse hervorzuheben und erinnerte dabei an solch unvergessliche Erlebnisse wie die Abschlussfahrt in die Toskana.

Schließlich trug auch Konrektor Johannes Kumeth als ambitionierter Sportler seine Ausführungen zur Erheiterung der Zuhörer in »Fußballdeutsch« vor. Schon Sepp Herberger habe vor vielen Jahren bemerkt: »Nach dem Spiel ist vor dem Spiel«. Der qualifizierende Abschluss und das Zeugnis des »M-Zuges« seien jedoch gute Voraussetzungen für die weiteren Spiele. Ein lebenslanges Lernen sei nötiger denn je, so der Konrektor.

Schüler, Lehrer und Elternbeiratsmitglieder geehrt

Bürgermeister Franz Rasp und Rektorin Annette Ritter hatten anschließend die angenehme Aufgabe, Ehrungen für besondere Schüler (siehe Kasten) und scheidende Lehrer und Elternbeiratsmitglieder vorzunehmen. Dabei wurden sowohl Irene Eder, Petra Schwaiger als auch Rüdiger Wienecke mit den Lehrern Anja Skriwan-Hönninger und Anton Angerer aus dem Dienst an der Bacheifeldschule verabschiedet.

Die geehrten Schüler wurden als besonderes Schmankerl gemeinsam mit den Bischofswieser Abschlussschülern von den Vertretern der Gemeinden zu einem gemeinsamen Abendessen ins Hotel »Intercontinental Resort« am Obersalzberg eingeladen.

Nachdem die Zeugnisse vergeben waren, sorgte der Chor der Klassen 10 a/bM mit dem Lied »Goodbye« für einen emotionalen Abschied aus dem Schulleben. Zeit zum Abschiednehmen hatten danach alle bei einem gelungenen Abschlussfest im Pausenhof der Schule. Christian Wechslinger