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Nach drei Stunden Parkzeit am Triftplatz wird es teuer

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Freie Parkplätze sind auf dem Triftplatz oft Mangelware. Mit einer Parkzeitbegrenzung wollen die Gewerbebetriebe das Problem nun lösen. (Foto: Wechslinger)

Schönau am Königssee – Das Problem mit Dauerparkern, die den eigenen Kunden die Stellplätze wegnehmen, haben viele größere Gewerbebetriebe. Für das regelmäßige Parkchaos am Triftplatz sollen die Langzeitparker zumindest teilweise verantwortlich sein. Die wollen die dort ansässigen Gewerbetreibenden nun mit einer Parkscheibenpflicht vertreiben. Maximal drei Stunden darf künftig auf dem Triftplatz noch geparkt werden, sonst wird es teuer.


Ein »Rewe«-Markt in der Größenordnung wie der am Triftplatz weist in der Regel 150 Parkplätze aus. Dass somit die am Triftplatz zur Verfügung stehenden 135 Parkflächen für sechs Gewerbebetriebe zu wenig sind, erklärt sich von selbst. Verschärft wird die Parkplatz-Knappheit durch Touristen sowie Bahn- und Bus-Pendler, die am Triftplatz ihr Auto abstellen und danach stundenlang nicht wiederkommen. Und schließlich wird ein Großteil der Parkplätze noch von den Arbeitnehmern selbst belegt.

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Es war »Rewe«-Betreiber Dieter Schönwälder, der schließlich die Initiative zur Lösung des Problems ergriff. Er suchte ein Gespräch mit den gewerbetreibenden Nachbarn und lud dazu auch die Firma »Deutschlandparken« ein. Die stellte ihr Konzept vor, mit dem sie das Parkproblem in den Griff bekommen will. Demnach soll künftig mit Tafeln auf die Höchstparkdauer von drei Stunden und die Parkscheiben-Pflicht hingewiesen werden. Die Kunden der Geschäfte und Gewerbetreibenden vom Triftplatz bekommen zudem ab dem 1. November eine Parkscheibe, mit der sie ebenfalls bis zu drei Stunden lang parken können, um ihre Einkäufe zu erledigen.

Ab Januar wird es dann ernst. Zum neuen Jahr will »Deutschlandparken« zu unregelmäßigen Zeiten die Parkdisziplin kontrollieren und bei Zeitüberschreitungen beziehungsweise bei Fahrzeugen, die ohne Parkscheibe abgestellt wurden, rigoros durchgreifen. Wer länger parkt als erlaubt, der bezahlt eine sogenannte »Vertragsstrafe« in Höhe von 30 Euro.

Bei der Besprechung mit dabei war auch Andreas Huber, Geschäftsleiter der Gemeinde Schönau am Königssee. Der kann sich vorstellen, dass diese Lösung die prekäre Stellplatzsituation am Triftplatz tatsächlich entschärft. Denn andere Möglichkeiten, dort Stellplätze zu schaffen, gibt es eigentlich nicht. »Den Bau einer Tiefgarage hat man damals geprüft, aber wegen des erhöhten Aufwands direkt neben der Ache nicht realisiert«, sagt Huber. Der weiß auch, dass die hinter dem Einkaufsmarkt-Gebäude situierten Stellplätze von den Kunden kaum angenommen werden. cw/UK