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Nachhaltigkeit will gelernt sein

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Berchtesgaden
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Die Tagung im Haus der Berge zeigte Probleme und Möglichkeiten für die Zukunft der Alpen auf. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Im Rahmen des Interreg-Projekts »YOUrALPS« veranstaltete die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden kürzlich eine Tagung unter dem Motto »Bildung für nachhaltige Entwicklung als Chance für die Zukunft der Alpen« im Haus der Berge.


Rund 90 Tagungsteilnehmer aus schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen widmeten sich zwei Tage lang den Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und diskutierten Zukunftsperspektiven, um Jugendliche wieder stärker mit der Natur im Alpenraum zu verbinden. Die Tagung fand in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung Bayern (ANU) statt und wurde von Dr. Christian Barth, Amtschef im bayerischen Umweltministerium, eröffnet.

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Nach dem Tagungsimpuls von Alina Kuthe von der Universität Innsbruck präsentierten sich drei Vorzeigeprojekte, die anschaulich darstellten, wie eine vorbildliche BNE in Kooperation von Schule und außerschulischen Experten gelingen kann. Neun Bildungseinrichtungen aus dem bayerischen Alpenraum luden an interaktiven Stationen zum Mitmachen ein und informierten ausführlich über ihre Projekte. Auch die Nationalparkverwaltung stellte zusammen mit dem Gymnasium Berchtesgaden erste Ergebnisse aus dem »YOUrALPS«-Projekt vor. Ein regionales Abendessen im Nationalparkzentrum und die Besichtigung der Bildungsstationen bildeten den Abschluss des ersten Tages.

Am Folgetag referierte Prof. Thorsten Kosler von der Pädagogischen Hochschule Tirol über die Entstehung der BNE, ihren Auftrag sowie über Probleme bei der Umsetzung. Durch diesen Einstiegsvortrag motiviert, begannen die Teilnehmer die praktische Arbeit in vier interaktiven Workshops. Prof. Dr. Robert Vogl aus Weihenstephan begleitete die Gruppe in den Wald und zeigte praktische Methoden.

Diplom-Geoökologe Andreas Güthler gab Aktionstipps, wie Jugendliche für Nachhaltigkeitsprojekte animiert werden können, und Naturpädagogin Melanie Eben produzierte mit ihren Teilnehmern kurze Videoclips zum Thema »Globales Wasser«. Dr. Christian Dürnberger lud zu einer philosophischen Diskussion über die Naturethik ein. An der Tagung nahmen neben Bildungsexperten auch zahlreiche Schüler aus unterschiedlichen Alpenprojekten teil, die sich nicht nur betroffen von den Umweltproblemen in den Alpen zeigten, sondern sich bereits engagiert für Lösungen einsetzen.

Tagungs-Organisatorin Eva Dinter, Pädagogin im Sachgebiet Umweltbildung der Nationalparkverwaltung, betonte daher in ihrem Fazit: »Lasst uns ein Beispiel an den Jugendlichen nehmen und uns jetzt aktiv für den Schutz der Alpen einsetzen. Es ist Zeit. Und es lohnt sich.« fb