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Nachwuchs-Boulderer klettern aufs Podest

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Benedikt Trübenbacher von der Alpenvereinssektion Bad Reichenhall im ersten Finalboulder. Am Ende schaute für ihn der 2. Platz heraus. Fotos: privat
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In den Wettkampfpausen waren Entspannung und Dehnen angesagt.

München/Berchtesgaden - Beim Klettern geht es zumeist aufwärts. Doch auch leistungsmäßig sind derzeit einige starke Nachwuchskletterer, die am Kadertraining der Alpenvereinssektion Berchtesgaden in der Kletterhalle Ganz (Strub) teilnehmen, auf dem Weg nach oben. Beim ersten Wettbewerb im Rahmen der bayerischen Bouldermeisterschaft für Jugend und Junioren bestätigten das die hiesigen Talente des Stützpunkts Berchtesgaden unter anderem mit zwei 2. Plätzen.


Mit sechs Aktiven war der vom Bayerischen Landesfachverband für Sport- und Wettkampfklettern beauftragte Stützpunkttrainer Bernhard Wolf aus Berchtesgaden zur Münchner Messe »f.re.e.« angereist, in deren Rahmen die Wettkämpfe ausgetragen wurden. Die Talente aus Berchtesgaden und Bad Reichenhall hatten durchaus starke Konkurrenz, insgesamt 136 Kletterinnen und Kletterer traten an.

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Doch am Ende durfte Bernhard Wolf mit seinen Schützlingen zufrieden sein. So gab es nicht weniger als zwei 2. Plätze durch Toni Wendl (Jugend B) von der Alpenvereinssektion Berchtesgaden und durch Benedikt Trübenbacher (Jugend A) von der Sektion Bad Reichenhall. Außerdem kam in der Jugend A Stefan Ohnhäuser aus Berchtesgaden auf Rang 20 vor seinem Sektionskameraden Hannes Grassl auf Platz 21.

Auch bei den Junioren starteten zwei Kletterer der Alpenvereinssektion Berchtesgaden. Lukas Heiduczek kam auf Rang 9, Maxi Essler auf Platz 13. »Alle Starter unseres Teams aus der Kletterhalle Ganz haben das Niveau, ganz vorne zu landen. Nur brauchten leider einige zu viele Versuche, um die Boulderaufgaben zu lösen«, analysierte Trainer Bernhard Wolf.

Immerhin machen viele der Nachwuchskletterer ihren Trainern Bernhard Wolf und Korbinian Rieser auch außerhalb der Halle große Freude. Denn auch am Naturfels konnten sie bereits einige harte Boulder-Nüsse knacken. Bei eisigen Temperaturen im Januar, als die Reibung am Fels am besten war, konnte beispielsweise David Lenz den bei Insidern bekannten schwierigen Boulder »red rain« (Schwierigkeit Fb 8a+) am Sieglstein in Königssee klettern. Sein Kletterkamerad Stefan Stanggassinger kletterte denselben Boulder mit Stehstart (Fb 8a).

»Wir versuchen, mit den jungen Leuten immer auch draußen unterwegs zu sein, um sie für den echten Fels und die Natur zu begeistern«, sagt Bernhard Wolf. Das scheint ja zu funktionieren, wie die Leistungen der Jungboulderer zeigen. UK