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Nationalparkzentrum auf Erfolgskurs

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Allein 70 000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr die Ausstellung »Vertikale Wildnis« im »Haus der Berge«. (Foto: Pfeiffer)

Berchtesgaden – Das Informationszentrum »Haus der Berge« im Nationalpark Berchtesgaden wird nach Informationen des Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz sehr gut angenommen. Laut einer Pressemeldung besuchten im vergangenen Jahr rund 220 000 Besucher das Informationszentrum, davon rund 70 000 Menschen die Ausstellung »Vertikale Wildnis«.


Im Eröffnungsjahr 2013 kamen rund 150 000 Bürger. Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte anlässlich ihres Besuches am Montag in Berchtesgaden: »Der Nationalpark Berchtesgaden ist ein Ökoreiseziel ersten Ranges. Pro Jahr besuchen rund 1,3 Millionen Besucher den einzigen deutschen Nationalpark in den Alpen. Er genießt national wie international hohes Ansehen.« Das »Haus der Berge« steigere, so Scharf, die Attraktivität des Nationalparks und sei ein voller Erfolg. »Das ist ein Ansporn für die Weiterentwicklung dieses einzigartigen Informationszentrums.« Ökotourismus sei auch wirtschaftlich sinnvoll: Die zusätzliche Wertschöpfung für die Region allein durch den Nationalpark Berchtesgaden beträgt jährlich rund 14 Millionen Euro. »Das sind vielfältige Chancen für die lokale Bevölkerung«, so Scharf. »Umweltbildung soll vor Ort erlebbar sein.« Darum werden die Angebote im »Haus der Berge« 2015 weiter ausgebaut. So wird auf dem Außengelände im Frühjahr ein großes Spinnennetz installiert. Von diesem Netz aus haben Kinder die Möglichkeit, Tiere der darunter befindlichen Wiese zu beobachten, ohne den Lebensraum zu stören. Zudem werden derzeit zwei Bildungsmodule Fels und Wasser entwickelt. Der Nationalpark baut zudem seine internationale Zusammenarbeit mit anderen Nationalparks weiter aus. 2014 wurde dazu ein Abkommen mit dem Yosemite-Nationalpark in den USA geschlossen, um sich in den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit auszutauschen.

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Im Nationalpark Berchtesgaden leben 100 Brut- und 40 Gastvogelarten wie der Steinadler sowie 4 000 verschiedene Pflanzenarten. Kilian Pfeiffer