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Neue Frauen an der Spitze

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Monsignore Dr. Thomas Frauenlob mit dem neuen Vorstand des Frauenbundes (v.l.): Vorne – Katja Stangassinger, Monika Bankhammer, Gundi Lackner, Ursula Birkner; Hinten – Karin Klecker, Friederike Leidinger, Ingrid Gugg. (Foto: Merker)

Berchtesgaden – Bei der Jahreshauptversammlung des Katholischen Frauenbundes St. Andreas im Pfarrsaal wurde ein neuer Vorstand mit Katja Stangassinger an der Spitze gewählt. Im vergangenen Vereinsjahr hatte der Frauenbund wieder viele verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten organisiert und dabei gezeigt, dass er ein lebendiger, spiritueller und fröhlicher Bund ist.


Viel Frauen-Power war am Abend der Jahreshauptversammlung im voll besetzten Pfarrsaal zu spüren. Der Frauenbund zeigte sich als rege und sehr engagiert und bewies, dass sich religiöses Leben mit dem weltlichen Alltag verbinden lässt. Dorle Scherer begrüßte stellvertretend für die bisherige Dreierspitze der Vorstandschaft – bestehend aus ihr, Ursula Birkner und Irene Spitzer – die Anwesenden, darunter auch neue Mitglieder.

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Auch im vergangenen Jahr konnte der Frauenbund bedürftige Familien mit dem Erlös verschiedener Aktionen unterstützen. Zahlreiche Gottesdienste und Andachten in Kirche und Natur, selbst bei Blitz und Donner, wurden abgehalten. »Danke, liebe Frauen, für die vier Jahre Vertrauen, Arbeiten, Feiern, Wandern und Einfach-dabei-Sein.« Damit verabschiedete sich der scheidende Vorstand.

Über die solide finanzielle Lage berichtete Kassiererin Gundi Lackner und nach dem Kassenprüfbericht von Annemarie Reichlmeier konnte die Vorstandschaft entlastet werden. Die anstehende Neuwahl des Vorstandes leitete Linda Pfnür vorbildlich. Nachdem sich die Kandidatinnen vorgestellt hatten, wurde die Wahl abgehalten.

Zur neuen Vorsitzenden wurde Katja Stangassinger gewählt und als 2. Vorsitzende Monika Bankhammer. Kassiererin Gundi Lackner wurde im Amt bestätigt, während Ursula Birkner als Schriftführerin für die nächsten vier Jahre fungiert. Als Geistlicher Beirat wurde Monsignore Dr. Thomas Frauenlob bestimmt, der auf die Frage, ob er dieses Amt übernehmen würde, scherzhaft meinte: »Was soll ich jetzt darauf antworten?« Als Beisitzerinnen wurden Ingrid Gugg, Friederike Leidinger und Karin Klecker per Handzeichen dem Vorstand unterstützend zur Seite gestellt. Die Kasse prüfen werden in Zukunft Antonie Kurz und Irene Spitzer.

Monsignore Dr. Thomas Frauenlob nannte den Frauenbund einen Segen für die Pfarrei. »Daher bitte ich, mitzuhelfen, den Pfarrverband weiter zu entwickeln.« Er hoffe auf den Frauenbund als Vorreiter bei den anstehenden Veränderungen und bat um ein konstruktives Mitdenken und Mittun. »Ein positives Befördern durch ein gutes und ermunterndes Wort hilft in dem anstehenden Prozess.« Dem bisherigen Vorstand sprach er seinen Dank aus und erinnerte daran, dass er im Augenblick sozusagen noch »ein Lehrling im Pfarrbüro« sei.

Anhand einiger Bilder ließ die bisherige Schriftführerin Ursula Schönheit-Kenn das vergangene Jahr mit seinen zahlreichen Veranstaltungen Revue passieren. Der Jahresausflug führte die Frauen nach Bad Feilnbach und im Juni fand eine spirituelle Wanderung in Hinterriß statt. Bei der Verabschiedung von Kaplan Stefan Leitenbacher trat das hervorragende Frauenbundorchester auf und sorgte weniger für einen Ohrenschmaus als für Lacher. Die Andacht am Brandkopf wird allen Beteiligten noch lange im Gedächtnis bleiben, war sie doch von einem Gewitter begleitet.

Ein wichtiges Ereignis im Jahr des Frauenbundes ist das Kräuterbinden, das dank der Blumenspenden erst möglich ist. Auch der Verkauf der Osterkerzen ermöglicht es, das eingenommene Geld sozialen Zwecken zu spenden. Neumitglied Karin klecker hatte ein bewegtes Gebet organisiert und bei einer Führung mit Verköstigung gingen die Damen dem Bierbrauen im Brauhaus in Berchtesgaden auf den Grund. Wie lustig es beim Frauenbund zugehen kann, zeigten die Fotos vom Weiberball. Spirituell hingegen ging es beim Morgenlob in der Fastenzeit in der Martinskapelle zu. Der Frauenbund ist ein gutes Beispiel, wie Glaube im Alltag gemeinsam gelebt werden kann und wie die Gemeinschaft bereichernd für alle ihre Mitglieder ist. Christoph Merker