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Neue "Marktschellenberg" gleitet über den Königssee

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Die neue "Marktschellenberg" in Schönau am Königssee vor der Taufe am Anleger des Bergsees. Mit ihren 120 Sitzplätzen wird sie dieses Jahr unzählige der 700 000 jährlichen Besucher über den Alpensee bringen. Foto: dpa/Peter Kneffel
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Der bayerische Finanz- und Heimatminister Markus Söder und die Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber (beide CSU) taufen ein neues Elektromotorboot mit einer Flasche Sekt, die am Bug zerschellt. Foto: dpa/Peter Kneffel
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Der bayerische Finanz- und Heimatminister Markus Söder neben der frisch getauften "Marktschellenberg". Foto: Bayerisches Finanzministerium

Zuwachs für die staatseigene Schiffsflotte auf dem Königssee: Die frisch getaufte "Marktschellenberg" bringt ab sofort einen Teil der 700 000 jährlichen Gäste über den Alpensee.


Die für das Berchtesgadener Land zuständige Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber (CSU) taufte am Montag ein neues Motorboot auf den Namen der Patengemeinde "Marktschellenberg". Vor der Taufe hatte das Schiff mit seinen 120 Sitzplätzen den kirchlichen Segen erhalten. Es verstärkt die bisher 18 Boote umfassende Flotte auf dem Alpensee. Im Gegensatz zu den anderen Booten der Bayerischen Seenschifffahrt ist die Flotte auf dem Königssee mit leisen Elektromotoren unterwegs.

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700 000 Gäste jährlich auf dem Königssee

"Fast 700 000 Fahrgäste genießen jährlich auf umweltfreundliche Art die traumhafte Natur und Landschaft des Königssees", sagte Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) bei der Taufe des rund 500 000 Euro teuren und nunmehr größten Schiffes auf dem Königssee. In den vergangenen fünf Jahren seien zusammen fast sieben Millionen Passagiere auf den vier Seen mit staatseigener Flotte unterwegs gewesen.

6000 Arbeitsstunden für den Bau der Marktschellenberg

Der gesamte Schiffsbau erfolgte durch die eigenen Mitarbeiter der Bayerischen Seenschifffahrt unter der Leitung des Bootsbaumeisters Sebastian Maltan und nahm in etwa 6000 Arbeitsstunden in Anspruch. Das nunmehr größte Boot auf dem Königssee weist eine Länge von 22 Metern und eine Breite von 3,90 Metern auf. Es bietet rund 120 Fahrgästen einen Sitzplatz. 60 Batteriezellen mit einem Gesamtgewicht von etwa 4,5 Tonnen treiben das neue Schiff an und erlauben eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 12 Stundenkilometern.

Weiteres Schiff ab Juli auf dem Ammersee

Die Bayerische Seenschifffahrt GmbH gehört vollständig dem Freistaat Bayern. Ihre Flotte umfasst derzeit zusammen 33 Boote. Sie fahren neben dem Königssee auch auf Starnberger See, Ammersee und Tegernsee. Im Juli soll die Taufe der neuen "MS Utting" auf dem Ammersee sein. Das Boot hat bei einer Länge von 50 Metern Platz für 500 Passagiere.

dpa/lby/th