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Neues Entsorgungskonzept für den Landkreis BGL

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Zum 1. April 2019 führt der Landkreis Berchtesgadener Land die Biomülltonne ein. Zu erkennen ist diese an ihrem braunen Deckel. (Foto: privat)

Berchtesgadener Land – Das Landratsamt führt zum 1. April 2019 ein neues Entsorgungskonzept für die Restmüll- und Biomülltonne ein. Für Bürger bedeutet das laut Pressestelle mehr Flexibilität bei der Wahl der Tonnengröße und des Abholrhythmus.


Um die Entsorgung von Rest- und Biomüll von rund 25 000 anschlusspflichtigen Liegenschaften werden sich dann nicht mehr die Gemeinden kümmern. Dadurch herrscht im gesamten Landkreis Gebührengerechtigkeit in der Entsorgung. Abgestimmt auf den unterschiedlichen Bedarf sind Tonnengröße und Taktung der Restmüllabholung flexibel wählbar. Neue Restmüll- und Biomülltonnen werden rechtzeitig kostenlos vom Landkreis zur Verfügung gestellt.

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Ziel ist laut Landratsamt, die Restabfallmenge bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren. Laut Kreislaufwirtschaftsgesetz sind Bioabfälle seit 1. Januar 2015 getrennt vom Restmüll zu sammeln. Haushalte, die nicht selbst kompostieren können oder die die Voraussetzungen für die Eigenkompostierung nicht erfüllen, sind daher verpflichtet, eine Biomülltonne zu nutzen. Auf Antrag können Hauseigentümer einen Nachlass auf die Abfallgebühr erhalten, wenn eine ordnungsgemäße Verwertung durch Eigenkompostierung auf dem eigenen Grundstück nachgewiesen werden kann. Eine Biotonne wird dann nicht bereitgestellt.

Alle neuen Biomüll- und Restmülltonnen sind mit einem Chip ausgestattet, mit dem beispielsweise die Zuordnung der Behältnisse zum Bürger ermöglicht wird. Das erleichtert die digitale Bearbeitung der Entsorgung. Unabhängig vom Biomüll aus dem Haushalt können und sollten Grün- und Gartenabfälle auch weiterhin am Wertstoffhof angeliefert werden.

»Derzeit werden die Details für die Umstellung, die Ausschreibungen und die künftige Gebührenstruktur ausgearbeitet«, sagt Christian Enninger, Fachbereichsleiter Kommunale Abfallwirtschaft im Landratsamt. »Dabei brauchen wir auch die Mithilfe aller Bürger: Im Zuge der Umstellung können alle Haushalte ihren Bedarf mitteilen, eine für sie passende Tonne wählen und uns über die gewünschte Tonnengröße und den gewünschten Abholrhythmus informieren. Auch benötigt das Landratsamt die Einwilligung zum Einzug der Gebühren.«

Die Haushalte werden ab September per Post informiert. Parallel dazu sind Informationsveranstaltungen in den Gemeinden sowie eine Abfallberatung geplant – persönlich und digital. Telefonische Auskünfte erteilen die Abfallberater des Landkreises unter Telefon 08651/773503. fb